Ab dem 1. März dürfen die Friseursalons wieder öffnen
Endlich! Wir öffnen wieder!
- Birgit Michaelis-Wolter, ...
- Foto: www.teresa-rothwangl.com
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Friseure hatten seit dem 16. Dezember geschlossen. Ab dem 1. März
dürfen sie wieder öffnen, trotz Corona-Lockdown, der bis zum 7.
März Gültigkeit hat. Die Entscheidung zur Öffnung am 1. März
bescherte den Friseurbetrieben einen enormen Andrang.
Für Kunden ist es nicht nur schwierig, einen Friseurtermin in den
ersten Wochen zu bekommen, nein es gelten auch strenge
Hygienemaßnahmen: Sie müssen einen Termin vereinbaren, OP- oder
FFP2-Schutzmasken sind Pflicht, die Haare werden gewaschen,
Arbeitsgeräte werden desinfiziert und es gelten die AHA-Regeln. Zudem
sollte regelmäßig gelüftet werden. Die Kontaktdaten der Kunden
müssen notiert werden. Pro Person darf eine Mindestfläche von zehn
Quadratmetern nicht unterschritten werden. Die Nutzung des
Wartebereichs ist nicht möglich. Der Kölner Wochenspiegel hat sich
bei einigen Friseuren umgehört.
„Für meine Mitarbeiter, die es gewohnt sind, kreativ und mit
Menschen zu arbeiten, war es furchtbar. Sie haben es als „seelische
Grausamkeit“ bezeichnet, dies nicht machen zu dürfen“, sagt
Birgit Michaelis-Wolter von der B. Michaelis Friseure GmbH. Nach dem
Bekanntwerden der Wieder-Öffnung der Salons sei der Ansturm groß
gewesen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten sich bemüht,
möglichst zeitnahe Termine zu vergeben. „Wir sind gut
aufgestellt“, betont Michaelis-Wolter. So habe man die
Öffnungszeiten erweitert. Schon vor dem 2. Lockdown gab es bei
Michaelis Friseure umfangreiche Hygienemaßnahmen wie
Lüftungsanlagen, Abtrennungen zwischen den Plätzen und
Desinfektionsmaßnahmen. Dies wird nun fortgeführt, um Mitarbeiter
und Kunden zu schützen.
„In erster Linie bin ich dankbar, meine Kunden gesund
wiederzusehen“, sagt Maria Alesci, Geschäftsführerin von Home of
Beauty Köln in Wahn. Auch sie öffnet ihren Salon bereits am Montag,
obwohl sie montags eigentlich geschlossen hat. „Man hat uns erlaubt
aufzumachen, aber die Bedingungen sind schwer“, sagt sie, denn pro
zehn Quadratmeter dürfen sich nur eine Kundin/ Kunde und eine
Mitarbeiterin aufhalten. Ihre Preise wird Maria Alesci deshalb nicht
erhöhen, zumal sie auch weiß, dass einige ihrer Kunden durch
Kurzarbeit sowieso wirtschaftlich betroffen sind. Viele, vor allem
Stammkunden, haben ihre Termine bei Maria Alesci bereits gemacht. Die
Resonanz auf die „Wieder-Öffnung“ reichte von Freude bis hin zu
Dankbarkeit darüber, dass der Salon Home of Beauty Köln wieder am
Start ist.
„Die Kunden haben sich sehr gefreut und fühlen sich mit uns sehr
verbunden“, so beschreibt Heidi Morbach, Inhaberin des Salons
„Schöne Köpfe“ in Weiler, die Reaktion ihrer Kunden, als diese
von der „Wieder-Öffnung“ erfuhren. Bereits im Lockdown hielt sie
ihre Kunden durch Hinweise an der Eingangstür und auf ihrer
Internetseite auf dem Laufenden. Gleich am Montag geht es bei ihr los
und der Terminkalender ist voll. Mit verlängerten Öffnungszeiten,
auch samstags und der Öffnung montags reagiert sie auf den
„Ansturm“, auf den sie sich mit ihrem Team „sehr gut vorbereitet
hat“. Neben den schon bekannten Corona-Hygienevorschriften heißt es
auch für sie „10 Quadratmeter pro Person“. Wer seine Maske
vergessen hat, kann bei ihr für einen Euro eine OP-Einwegmaske
erwerben. Bedient wird mit Handschuhen und Schutzmaske und für die
Kunden gibt es einen Einweg-Kunststoffumhang oder einen biologisch
abbaubaren Umhang für 50 Cent. Deshalb gibt es im Salon auch keinen
Wartebereich mehr. „Unsere Kunden haben das Gefühl, das Leben geht
wieder los“, kommentiert Heidi Morbach die Reaktionen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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