In zwei Jahren soll ab Niehl wieder eine Fähre fahren
Die Historie aufleben lassen

Die Rampe am Niehler Damm ist die Ablegestelle der früheren Rheinfähre. Sie soll Start und Ziel der neuen Fähre werden.
  • Die Rampe am Niehler Damm ist die Ablegestelle der früheren Rheinfähre. Sie soll Start und Ziel der neuen Fähre werden.
  • Foto: Hoeck
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Köln - (hh). Die Idee ist zwar nicht neu, aber sie wäre die Wiedergeburt
einer Institution, an die sich nur noch die wenigsten Bewohner Niehls
erinnern können. Von 1877 bis 1967 verband eine Fähre das ehemalige
Fischerdorf mit rechtsrheinischen Orten. Geht es nach dem Willen von
Jürgen Grunert und seinem Team aus engagierten
Arbeitsgruppen-Mitgliedern, soll in zwei Jahren ein Boot, das Platz
für bis zu 30 Personen und 15 Fahrräder bieten soll, den nördlichen
Stadtteil am Rhein wieder mit der „Schäl Sick“ verbinden.

„Die historische Route ging von der Niehler Rampe, wo wir auch auf
jeden Fall starten möchten, in die Stammheimer Aue. Diese Geschichte
möchten wir am liebsten wieder aufleben lassen. Alternativ gibt es
aber auch noch andere potentielle Routen“, sagt der
Gesamt-Koordinator des Projekts „NiehlFährt“. Auch wenn noch
viele Fragen zur Realisierung offen sind, hat die Initiative bereits
vor einiger Zeit begonnen, Interessierte als potentielle Fährleute zu
gewinnen. Mehrere Personen haben sich daraufhin gemeldet.

„Unser Ziel ist es, im Idealfall schon 2023 die erste Fährfahrt zu
unternehmen. Um als Bootsfahrer tätig werden zu können, sind jedoch
180 Bord-Tage in der Ausbildung notwendig, die die meisten in ihrer
Freizeit absolvieren. Zudem haben uns Kollegen anderer, bereits
vorhandener Fährbetriebe, dringend zu diesem Vorgehen geraten“,
erklärt Grunert. Die Motivation zur Ausbildung begründe sich aus der
Freude der Interessierten, technisches Wissen mit dem Drang,
Verantwortung zu übernehmen, und einer Tätigkeit an der frischen
Luft in Einklang bringen zu wollen.

Aktuell plant die Initiative zudem Kooperationen verschiedener Art,
darunter mit dem Kölner Zoo. „Bei unserem Namen bietet sich doch
geradezu ein Verbund mit dem Hippodom, der Heimat der Nilpferde, an.
Ich hoffe sehr, dass dies gelingt“, meint der 65-Jährige.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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