Bis zu 15.000 Menschen erwartet
Kölner Polizei bereitet sich auf Großeinsatz vor
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Die Kölner Polizei stellt sich am Samstag, 31. Oktober, auf eine größere Versammlung und die anschließende Halloween-Nacht ein. Zu der angemeldeten Kundgebung über Bildung, Wehrpflicht und bezahlbares Leben rechnet der Anmelder mit rund 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter viele Schülerinnen, Schüler und Studierende.
Die Versammlung soll gegen 14 Uhr am Konrad-Adenauer-Ufer auf Höhe der Bastei beginnen und mindestens bis in den frühen Abend dauern. Schon vorher erwartet die Polizei größere Menschenansammlungen. Ob es bei einer Kundgebung bleibt oder sich ein Demonstrationszug in Richtung Innenstadt anschließt, ist noch offen. Darüber soll unter Berücksichtigung der Lage vor Ort und in Abstimmung mit dem Versammlungsverantwortlichen entschieden werden.
Die Polizei beobachtet nach eigenen Angaben die bundesweite Mobilisierung der Gruppierung „GenZ regelt“ in sozialen Medien. Neben friedlichem Protest gebe es Hinweise auf Gewaltaufrufe einzelner Gruppen und Personen, die die Versammlung für Straftaten nutzen wollten. Dazu zählten auch Aufrufe zu möglichen Brandstiftungen und Sachbeschädigungen. In die Lagebewertung fließen laut Polizei zudem Erkenntnisse aus einer Barrikade-Aktion von „GenZ regelt“ am Donnerstagmorgen vor der Technischen Hochschule in der Südstadt ein.
Einsatzleiter Martin Lotz kündigte zahlreiche Beamtinnen und Beamte im Stadtgebiet an, darunter Kräfte der Bereitschaftspolizei. Die Polizei wolle friedlichen Protest ermöglichen und zugleich die Bevölkerung schützen. Gegen gewalttätiges Verhalten werde sie frühzeitig und konsequent vorgehen.
Unabhängig von der Versammlung soll der Einsatz wegen der Halloween-Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden fortgesetzt werden. Auch nach Einbruch der Dunkelheit werde die Polizei sichtbar präsent sein, kündigte Lotz an. Er warnte davor, dass vermeintliche Halloween-Scherze dort ihre Grenzen hätten, wo Menschen gefährdet oder bedroht würden.
Für Fragen ist ein Bürgertelefon unter 0221 229-7777 eingerichtet: am 29. und 30. Oktober jeweils von 8 bis 16 Uhr sowie am 31. Oktober von 10 bis 21 Uhr. Über aktuelle Entwicklungen und mögliche Beeinträchtigungen will die Polizei am Einsatztag über ihre offiziellen Social-Media-Kanäle informieren.
Hinweise zum Ausleihe von KVB-Rädern
Wegen einer angemeldeten Großdemonstration am Samstag, 31. Oktober, schränkt die Stadt Köln die Ausleihe und Rückgabe von Leihfahrzeugen am Heumarkt ein. Auf der Platzfläche und in ihrem Umfeld dürfen an diesem Tag unter anderem keine KVB-Räder und E-Scooter ausgeliehen oder zurückgegeben werden. Damit sollen Unfallgefahren verringert werden.
Das Serviceteam von nextbike, dem Partner der KVB, beginnt bereits am Freitag damit, KVB-Räder vom Heumarkt zu entfernen und an anderen Orten zur Ausleihe bereitzustellen.
Die Sperrzone wird in das Ortungssystem aufgenommen. Wer ein KVB-Rad innerhalb des gesperrten Bereichs zurückgibt, wird automatisch mit einem Sonderentgelt von 20 Euro belastet.
Da wegen der Größe der Demonstration möglicherweise weitere Flächen gesperrt werden, empfiehlt die KVB, sich vor Fahrtbeginn in der nextbike-App über die aktuellen Einschränkungen zu informieren.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |