Großeinsatz zum Straßenkarneval
1400 zusätzliche Kräfte, Messerkontrollen, Jugendschutz: Polizei rüstet sich

Zwei Polizisten im Einsatz an Karneval. Symbolbild. | Foto: Igor - stock.adobe.com

Am kommenden Donnerstag heißt es wieder „Kölle Alaaf“ – und mit dem Start des Straßenkarnevals werden erfahrungsgemäß erneut hunderttausende Besucherinnen und Besucher in die Stadt strömen. Die Polizei kündigt an, auch in diesem Jahr mit bewährten Einsatzkonzepten präsent zu sein, um die vielen Feiernden zu schützen.

An Weiberfastnacht werden nach Angaben der Polizei mehr als 1400 Polizistinnen und Polizisten zusätzlich zum personell verstärkten regulären Wachdienst im Einsatz sein. In Leverkusen wird an den Karnevalstagen die Polizeiinspektion 7 durch Kräfte der Bereitschaftspolizei unterstützt. Leitender Polizeidirektor Martin Lotz wird die Einsätze an Weiberfastnacht, Karnevalssonntag und Rosenmontag führen.

Lotz betont, alle sollen ausgelassen feiern und sicher nach Hause kommen – und appelliert, Auseinandersetzungen konsequent aus dem Weg zu gehen und Einsatzkräfte frühzeitig anzusprechen. Wichtig sei ihm außerdem, dass Messer und andere gefährliche Gegenstände gar nicht erst mit zu den Veranstaltungsflächen gebracht werden. Auch täuschend echt aussehende Waffen und angsteinflößendes Verhalten gehörten „in diesen Zeiten“ nicht zu einer gelungenen Kostümierung – wer sich nicht daran halte, müsse unter Umständen „mit einem unvollständigen Kostüm weiterziehen“. Mit Blick auf die weltweit angespannte Sicherheitslage ergänzt Lotz: Auch wenn bislang keine Hinweise auf konkrete Gefahren vorliegen, seien alle Kräfte sensibilisiert – Hinweise zu verdächtigen Verhaltensweisen nehme man dankbar entgegen und sei auf schnelle Intervention vorbereitet.

Feiernde müssen sich auch in diesem Jahr auf Personen- und Taschenkontrollen einstellen. Es gilt weiterhin ein Mitführverbot von Messern aller Art bei öffentlichen Veranstaltungen – dazu zählen laut Polizei alle öffentlichen Karnevalsveranstaltungen einschließlich sämtlicher Karnevalsumzüge in Leverkusen und den Kölner Veedeln. Beim Jugendschutz setzen Polizei und Stadt Köln auf ein gemeinsam entwickeltes Konzept: Ziel ist es, Alkoholkonsum von Kindern möglichst zu verhindern, auffällige Jugendliche aus dem Feiergeschehen zu nehmen und an Mitarbeitende des Jugendamtes zu übergeben, die das weitere Vorgehen in enger Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten festlegen.

Besondere Schutzmaßnahmen gibt es wie in den vergangenen Jahren an der Synagoge in der Roonstraße: Das Umfeld wird großräumig abgesperrt und besonders geschützt. Lotz macht deutlich, dass dort „andere Regeln“ gelten: Wer mit einer anstößigen Verkleidung auftaucht, die Bezug zum Konflikt im Nahen Osten nimmt oder Andersdenkende provoziert, laufe Gefahr, dass die Polizei einschreitet.

Die Polizei rät zudem zu Prävention im Feiertrubel: Nur das Nötigste mitnehmen (Telefon, Ausweis, Bahnticket, Bargeld) und körpernah verstauen, drohende Auseinandersetzungen meiden, bei „K.O.-Tropfen“ keine offenen Getränke von Fremden annehmen und das eigene Getränk nicht unbeaufsichtigt lassen, den Heimweg vorab organisieren – und wer Auto, Moped oder E-Scooter fährt, soll nüchtern bleiben.

Für die Karnevalstage wichtige Informationen will die Polizei auch über ihre bekannten Social-Media-Kanäle veröffentlichen. Zu besonderen Vorfällen an Weiberfastnacht kündigt sie Stellungnahmen am Tag selbst sowie am Freitag (13. Februar) an; eine abschließende Kriminalitätsbilanz zu den Karnevalstagen soll am 25. Februar veröffentlicht werden.

Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

11 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.