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Wertschätzung
Wer anderen hilft, lebt glücklicher

Foto: Elsa  / pixelio.de

Hilfsbereitschaft sollte in unserer Gesellschaft selbstverständlich sein. Sollte. Ist sie oftmals auch, dennoch wird immer wieder über raue Sitten geklagt. Rowdytum im Straßenverkehr nähme zu, in den Unternehmen herrsche eine Ellbogen-Mentalität und die Höflichkeit im Umgang miteinander sei auch schon besser gewesen. Und Ehrenamtler sind tatsächlich immer schwerer zu finden.

Da kommen zwei Studien gerade recht, die zeigen, dass positives Verhalten und Fairness anderen gegenüber für beide Seiten besser ist. In einer Untersuchung fanden Psychologen heraus, dass diejenigen glücklicher sind, die Geld nicht nur für sich selber ausgeben. Bei einer Befragung von 600 Personen stellte sich heraus, dass Menschen, die ihr Geld “sozial” ausgeben, an Hilfsorganisationen spenden oder etwas für andere kaufen, zufriedener und glücklicher sind als jene, die sich nur selber etwas gönnen. In einer anderen Untersuchung wurde die Aktivität von Hirnzentren gemessen, die bei Belohnungen aktiv sind. Hier stellte sich heraus, dass Menschen dann glücklicher sind, wenn ihr Gewinn, Ihre Belohnung fair war, also im Rahmen blieb. War der (hier getestete finanzielle) Gewinn zu groß, sprach das Belohnungszentrum weniger an.

Daraus lässt sich folgern: Belohnen wir uns doch selber und kümmern uns um unser eigenes Glück. Und zwar in einer Form, die anderen hilft, die andere wertschätzt, die sich nicht übervorteilt und die unseren Mitmenschen gegenüber fair ist.
Auch ohne diese genannten wissenschaftlichen Untersuchungen wissen wir doch schon lange, dass wir uns besser fühlen, wenn wir anderen die Tür aufgehalten haben, die Vorfahrt gewährten oder freundlich gegrüßt haben. Gleiches gilt für das Danke-Sagen.

Herzlichst
Ihr
Boris Springer

LeserReporter/in:

Boris Springer aus Kerpen

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