Reinhard-Engert-Preis für Geschichte 2018 vergeben
Ein überzeugendes Projekt

Schulleiterin Anja Veith-Grimm, Lehrer Thomas Kahl und die Schüler des Geschichtskurses nahmen den Preis von Brigitte Bilz entgegen.
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Deutz - Die Werkstatt für Ortsgeschichte vergab zum zweiten Mal den
„Reinhard Engert Preis für Geschichte“, der mit 1.000 Euro
dotiert ist. Diesmal ging die Auszeichnung an den Kurs Geschichte der
Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums Schaurtestraße in Deutz. 17
Schülerinnen und Schüler hatten unter der fachlichen Begleitung
ihres Geschichtslehrers Thomas Kahl ein Gedenkbuch für die jüdischen
Schüler des Städtischen Realgymnasiums für Jungen von 1908-1937
erstellt.

Im Mittelpunkt des Projektes stand die Idee, die Geschichte der
jüdischen Schüler zu erforschen und zu dokumentieren. Dazu wurden
die Akten des Schularchivs systematisch erschlossen.

Die Jury der Brücker Geschichtswerkstatt unter der Leitung ihrer
Vorsitzenden Brigitte Bilz fand diese Arbeit aus mehreren Gründen
überzeugend: „Die Idee, das Schicksal der 63 jüdischen Schüler
aufzuarbeiten, kann beispielgebend für andere Schulen sein, sich
diesem Thema zu widmen. Dazu dient auch die Präsentation der Arbeit
im Internet. Zudem ist das Thema hochaktuell in einer Zeit, in der
Antisemitismus wieder gesellschaftsfähig zu werden scheint.“ 

Karola Fings, stellvertretende Direktorin des
NS-Dokumentationszentrums, mit dem der Geschichtskurs
zusammengearbeitet hatte, berichtete, dass es inzwischen weitere
Informationen zu einzelnen Personen gibt, so dass es notwendig sein
wird, das Gedenkbuch weiter zu ergänzen. Inzwischen konnte ein
Geschichtskurs des 9. Jahrgangs für die Fortschreibung des
Gedenkbuchs gewonnen werden.

Ganz vorbildlich fand die Jury die Idee, das Preisgeld für
Stolpersteine der bisher bekannten 16 ermordeten jüdischen Schüler
der Schule zu verwenden. Im Beisein des Lehrers Thomas Kahl und der
Schulleiterin Anja Veith-Grimm wurde die Urkunde von dem
Geschichtskurs entgegengenommen.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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