Neue Chefärztin setzt auf schonende Eingriffe
Dr. Sachse übernimmt Gynäkologie im Kalker Krankenhaus
- Dr. Christin Sachse, neue Chefärztin der Klinik für Gynäkologie am Kalker Krankenhaus.
- Foto: Peter Obenaus
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Im Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk hat die Gynäkologie eine neue Chefin. Dr. Christin Sachse leitet die Klinik bereits seit dem 1. August. Die erfahrene Fachärztin kennt das Haus seit vielen Jahren und will vor allem Beckenbodenmedizin, minimal-invasive Eingriffe und die Behandlung von Brusterkrankungen weiter ausbauen. Gleichzeitig stellt sich die Klinik nach dem Ende der Geburtshilfe neu auf.
Neue Führung in der Gynäkologie des Evangelischen Krankenhauses Köln-Kalk: Dr. Christin Sachse hat zum 1. August 2026 die Leitung der Klinik übernommen. Die Fachärztin ist dem Haus bereits seit vielen Jahren verbunden und war zuletzt als leitende Oberärztin tätig.
Ihre medizinischen Schwerpunkte liegen unter anderem in der Diagnostik und Behandlung von Beckenbodenerkrankungen, in der minimal-invasiven gynäkologischen Chirurgie sowie in der Senologie, also der Diagnostik und Therapie von Brusterkrankungen.
Geschäftsführer Marcus Kirchmann begrüßt die neue Chefärztin ausdrücklich. Dr. Sachse kenne nicht nur das Haus und die Mitarbeiter sehr gut, sondern auch die Bedürfnisse der Patientinnen. Gemeinsam mit ihr soll die gynäkologische Versorgung am EVKK weiterentwickelt werden.
Sachse folgt auf Priv.-Doz. Dr. Dirk M. Forner, der das Krankenhaus Ende Juli 2026 nach mehr als zehn Jahren verlassen hat.
Die neue Chefärztin hat Humanmedizin in Köln studiert und sich früh auf Gynäkologie und Geburtshilfe spezialisiert. Ein Auslandsaufenthalt in Spanien ergänzte ihre Ausbildung.
Das Kalker Krankenhaus lernte sie bereits während ihrer Facharztweiterbildung kennen. Nach weiteren Stationen in Kliniken und Praxen kehrte sie 2016 als Oberärztin an das EVKK zurück. Seitdem war sie an der Entwicklung der Klinik beteiligt.
Als Chefärztin will Sachse die Behandlung von Beckenbodenerkrankungen gezielt ausbauen. Dazu gehören vor allem Senkungsbeschwerden und Harninkontinenz. Bei der Therapie sollen konservative und operative Möglichkeiten individuell auf die jeweilige Patientin abgestimmt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf möglichst schonenden Operationen. Minimal-invasive Verfahren können nach Angaben des Krankenhauses häufig dazu beitragen, Beschwerden nach dem Eingriff zu verringern und die Genesung zu beschleunigen.
Zum Spektrum gehören neben der Beckenbodenchirurgie auch Operationen bei Endometriose und Myomen sowie weitere gynäkologische Eingriffe, die mit moderner Schlüssellochtechnik vorgenommen werden können.
Auch die Behandlung von Brusterkrankungen soll weiter gestärkt werden. Dr. Sachse verfügt auf diesem Gebiet über besondere Erfahrung und möchte gemeinsam mit ihrem Team die spezialisierten Angebote der Klinik ausbauen.
„Mir ist es wichtig, unseren Patientinnen eine medizinische Versorgung anzubieten, die dabei den Menschen als Ganzes im Blick behält“, erklärt Sachse. Ziel seien innovative, schonende und nachhaltige Behandlungskonzepte.
Mit dem Wechsel an der Spitze soll sich die gynäkologische Klinik zugleich neu ausrichten. Die spezialisierten Angebote sollen weiter ausgebaut und das Profil der Abteilung geschärft werden.
Teil dieser Veränderung ist auch das Ende der Geburtshilfe am EVKK. Diese wurde Mitte August 2026 eingestellt. Als Gründe nennt das Krankenhaus strukturelle Veränderungen und seit Jahren rückläufige Geburtenzahlen.
Die betroffenen Schwangeren seien frühzeitig persönlich informiert worden. Zudem habe das Krankenhaus sie dabei unterstützt, eine andere Geburtsklinik in Köln zu finden.
Die Klinik für Gynäkologie bleibt unter den bisherigen Kontaktdaten erreichbar.
Das Evangelische Krankenhaus Köln-Kalk verfügt über neun Fachabteilungen und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter. Nach eigenen Angaben werden dort jährlich rund 45.000 ambulante und stationäre Patienten behandelt. (bn.)
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |