Martini-Empfang
Drei St. Martin im Rathaus

Traditionsbewusst: Christoph Schada begrüßte die drei Hardtberger St. Martin-Darsteller Werner Fuchs, Werner Dorn und Daniel Klein (von links) im Rathaus in Duisdorf.  | Foto: Frank Engel-Strebel
  • Traditionsbewusst: Christoph Schada begrüßte die drei Hardtberger St. Martin-Darsteller Werner Fuchs, Werner Dorn und Daniel Klein (von links) im Rathaus in Duisdorf.
  • Foto: Frank Engel-Strebel

Duisdorf (fes). Christoph Schada von Borzyskowski zeigte sich „ein wenig gerührt“, sein erster offizieller Termin als frisch gewählter Bezirksbürgermeister vom Hardtberg war gleichzeitig sein erster Empfang im Sinne des Ehrenamtes war: Die drei Sankt Martin-Darsteller des Stadtbezirks statteten dem Bezirksbürger traditionell wie jedes Jahr an der Villemombler Straße ihren Besuch ab.

Vom Brüser Berg war Werner Fuchs gekommen. Der 46-Jährige teilte in diesem Jahr zum 14. Mal seinen Mantel mit einem frierenden Bettler, den Duisdorfer Sankt Martin gab wieder Daniel Klein (51), der die Rolle seit 2008 verkörpert und zum letzten Mal als Sankt Martin dabei war Werner Dorn. Mit 66 Jahren und 19 Mal in der Rolle des Bischofs von Tours sei es nun an der Zeit, diese Aufgabe ab 2026 an seinen Nachfolger, Stefan Wiegleb (43), zu übergeben: „Tradition und Brauchtum leben davon, dass sie weitergetragen werden. Jetzt, wenn es am Schönsten ist, ist dies der richtige Zeitpunkt aufzuhören“, betonte Dorn. Für ihn sei es eine der schönsten Aufgaben gewesen, die der Ortsfestausschuss Lengsdorf zu vergeben hat: „Egal ob alt oder jung, alle freuen sich, wenn der Sankt Martin bei ihnen vorbeischaut.“

Diese Erfahrung macht auch seit Jahren Werner Fuchs: „Man wird mit offenen Armen empfangen, die Kinderaugen strahlen und viele Ältere erzählen mir, wie sie die Martinstradition früher, als sie noch Kinder waren, erlebt hatten, das macht einfach viel Spaß.“ Daniel Klein ist es wichtig, die Botschaft des Heiligen Mannes jungen Menschen auch heutzutage näherzubringen: „Es geht um Zivilcourage, darum hinzuschauen und hinzuhören, wenn jemand Hilfe benötigt.“ Dabei sei es ganz egal, ob es um Jugendliche gehe, die Opfer von Mobbing werden, Älteren aufzuhelfen, wenn sie fallen oder um Geflüchteten Deutsche beizubringen, meinte Klein.

Schada freute sich, dass die drei Männer die beliebte Tradition seit vielen Jahren hochhalten trotz immer stärkerer Sicherheitsauflagen und dankte ihnen dafür. Dem scheidenden Sankt Martin aus Lengsdorf, Werner Dorn, schenkte der neue Bezirksbürgermeister zum Dank und als Erinnerung einen Regenschirm mit Motiven der Bundesstadt Bonn.

Redakteur/in:

Frank Engel-Strebel aus Bornheim

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