Vortrag in der Halle 32
Weltstars mit jüdischen Wurzeln

Zum wiederholten Mal fesselte Dr. Ludger Heid seine Zuhörer mit so manchem Unbekanntem aus dem Leben von musikalischen Weltstars.
  • Zum wiederholten Mal fesselte Dr. Ludger Heid seine Zuhörer mit so manchem Unbekanntem aus dem Leben von musikalischen Weltstars.
  • Foto: Hübner

Gummersbach (gh). Was haben Barbra Streisand, Bob Dylan, Paul Simon, Art Garfunkel, Leonard Cohen und Billy Joel gemeinsam? Sie alle haben als Singer und Songwriter der Welt überragend schöne und ausdrucksvolle Lieder geschenkt, die wohl jeder auf dem

blauen Erdball kennt und teilweise mitsingen kann. Diese Weltstars eint aber auch ihre Herkunft, denn sie haben jüdische Wurzeln. Ihre Vorfahren haben die Wurzeln gelegt, zu denen diese Stars persönlich und in ihren Songs stehen.

Um dies einmal mit Fakten zu belegen und die ein oder andere Anekdote wiederzugeben, war erneut Dr. Ludger Heid zu Gast der Oberbergischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im L&C Raum der Halle 32 auf dem Gummersbacher Steinmüllergelände.

Dr. Ludger Heid ist als Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist ein fundierter Kenner der jüdischen Geschichte und hat mit schon so manchem Thema seine Zuhörer in seinen Bann gezogen. Den Finger auf die Wunden der Vergangenheit, aber auch der Gegenwart gelegt. Nun präsentierte er in launiger Art das Leben und so einige unbekannte Episoden aus dem Leben der beispielhaft genannten Musiker, Sänger und Schauspieler. Er nahm die Zuhörer im fast bis auf den letzten Platz gefüllten Saal mit auf eine kurzweilige „musikalische“ Reise durch die jüdische geprägte Musikwelt, die Millionen von Menschen in ihren Bann zieht. So die von Robert Allen Zimmermann, der seinen Fans als Bob Dylan bekannt ist und als einer der wohl größten Poeten des zwanzigsten Jahrhunderts gilt. Nicht umsonst wurde er doch mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt. Sein jüdischer Glaube spiegelt sich in vielen seiner zu Ohrwürmern gewordenen Hits wieder. Als Beispiel nannte Dr. Ludger Heid nur „Highway 61“. Gleiches gilt für die Künstlerin Barbra Streisand und ihren Welthit „Avinu malkenu“, für Leonard Cohens (Leonard Normen Cohen) „Halleluja“ oder Simon & Garfunkels (Paul Frederic Simon und Artur Ira Garfunkel) „Sound of silence“. Ebenso der Sänger, Pianist und Songschreiber Billy Joel (William Martin Joel), reiht sich hier ein, da doch sein Großvater im Jahr 1938 aus dem braunen Deutschland fliehen und alles was er besaß zurücklassen musste. Viele Familienmitglieder wurden von den Nazischergen umgebracht. So haben die Genannten ihre Vergangenheit, ihre Erfahrungen, ihren Glauben in fulminante Musik umgesetzt, um sich so für die jüdische Kultur, für das jüdische Leben einzusetzen. Sie alle sind Ikonen der Popmusik, die „unser Leben bereichern und eine hörenswerte Botschaft übermitteln, die uns dem Judentum mit all seinen Facetten näherbringt“, so Dr. Ludger Heid. „Es lohnt sich, ihre Songtexte wirken zu lassen, um so Hintergründe aufzuspüren.“ Das Publikum dankte ihm für seinen kurzweiligen Streifzug mit lang anhaltendem Applaus.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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