Schulbaum fürs Klima
Schattenspender
für den Schulhof
- Holger Wirtz (Grünflächenamt), Susanne Roll (M./GTC) und Sigrid Höffken (Lindengymnasium) vor dem Kiri-Baum.
- Foto: Markus Missbrandt/© GTC
Gummersbach. Hitzewellen zeigen, wie wichtig Bäume für unser Wohlbefinden sind. Besonders in Innenstädten heizen sich asphaltierte Flächen und Gebäude stark auf. Schatten spendende Bäume sorgen dagegen nicht nur für angenehmere Temperaturen, sondern verbessern durch ihre Verdunstungskälte auch das Mikroklima. Diese Erfahrung machten auch die Schülerinnen und Schüler des Lindengymnasiums während ihrer Projektwoche im Gründer- und TechnologieCentrum (GTC) in Windhagen. Rund um das Gebäude war die Hitze deutlich besser auszuhalten – nicht zuletzt dank der gebäudenahen Begrünung.
Bei einem Rundgang zeigte GTC-Geschäftsführerin Susanne Roll der stellvertretenden Schulleiterin des Lindengymnasiums, Sigrid Höffken, einen ganz besonderen Schattenspender: einen Kiri-Baum. Vor knapp drei Jahren als kleiner Steckling für weniger als zehn Euro gepflanzt, ist er inzwischen auf beeindruckende 3,60 Meter herangewachsen. Mit einem jährlichen Wachstum von bis zu eineinhalb Metern zählt der Kiri zu den am schnellsten wachsenden Bäumen der Welt. Seine großen Blätter binden viel CO₂, spenden großzügig Schatten und seine auff älligen Blüten bieten Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle.
Die Begeisterung für den Baum war groß. Noch am selben Nachmittag sprach Sigrid Höffken mit dem Hausmeister des Lindengymnasiums. Seine spontane Reaktion: „So einen Baum brauchen wir auch auf unserem Schulhof!“ Ein geeigneter Standort war schnell gefunden – dort, wo zuvor ein kranker Baum gefällt werden musste. Nun galt es nur noch, die Zustimmung des Grünflächenamtes der Stadt Gummersbach einzuholen. Auch hier zeigte sich, wie unkompliziert und lösungsorientiert Verwaltung arbeiten kann.
Bereits am nächsten Tag besichtigte Holger Wirtz vom Grünflächenamt die kleine Versuchsplantage des Vereins ZebiO (Zentrum für Bioenergie) auf dem Gelände des GTC. Dort waren ausreichend Kiri-Bäume vorhanden, so dass einer entnommen werden konnte, ohne den Versuchsaufbau zu beeinträchtigen.
Der Baum erhält während der Sommerferien besondere Pflege von den beiden Hausmeistern des Gymnasiums.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |