Reichshoferin stellt in Gummersbach aus
Gesichter -
Farbe und Charakter
- Künstlerin Pia Dreßler-Theiß präsentiert 75 ihrer farbintensiven, ausdrucksstarken Bilder.
- Foto: Michael Kupper
Gummersbach. Gesichter – Farbe und Charakter: Die Ausstellung der Reichshofer Malerin Pia Dreßler-Theis im Kunstraum Markt1 in Gummersbach wurde mit einer Vernissage eröffnet.
Nach dem dem einfühlsamen Spiel von Rita Oberschachtsiek auf der Veeh-Harfe schilderte Maik Hensel, Betreiber des Kunstraums, dass ihn die Motivation der Künstlerin fasziniert habe, mit ihren Arbeiten die Tierschutzorganisation „Save the Chimps“ zu unterstützen.
Bei näheren Recherchen habe er erfahren, dass das in Florida angesiedelte Areal mit einer Größe von rund 60 Hektar die größte Auffangstation für Schimpansen sei, wo die Tiere bis an ihr Lebensende gepflegt werden: „Die benötigen tagtäglich 1.150 Bananen.“ Die Schimpansen wurden zuvor in Versuchsanstalten und der Unterhaltungsindustrie missbraucht. Die traumatisierten Affen hätten oftmals ihr ganzes Leben in einem kleinen Käfig verbracht und sich bei ihrer Befreiung zunächst nicht nach draußen getraut: „Jetzt sitzen sie hoch oben in den Bäumen.“
Der Kunstraumbetreiber bezeichnete Pia Dreßler-Theis als außergewöhnlichen Menschen. Er verriet, dass ihr Dackel Schlunzke der einzige sei, der ihr beim Malen zusehen dürfe. Besonders beeindruckt habe ihn eine Äußerung der Malerin: „Die ganze Seele liegt in meinen Bildern und manchmal bringen sie mich an den Rand des Seins.“ Diese Tiefgründigkeit habe ihn einmal mehr darin bestärkt, die Künstliche Intelligenz nicht fürchten zu müssen: „KI wird niemals menschlich sein und Liebe spüren können.“ Ihre expressionistischen Arbeiten, in denen sie Gefühle und nicht die reale Welt darstellt, erinnerten ihn in ihrer Ausdrucksstärke an den norwegischen Maler Edvard Munch: „Das ist Kunst, die unter die Haut geht.“
Zu ihren 75 ausgestellten Werken sagte Dreßler-Theis: „Mich interessieren vor allem Gesichter – und die Geschichten, die dahinterstehen. Beispielhaft erzählte aus dem Leben der jetzt 35-jährigen Schimpansin Whoopi, die im Alter von zwölf Jahren aus der Forschung gerettet wurde. „Doch es geht nicht nur um Affen“, betonte die Künstlerin. Ebenso berührten sie die Geschichten von Menschen, die oftmals Unsägliches erlitten haben. Einige davon hat sie in Ölpastell oder Acryl auf Leinwand porträtiert.
Ganz besonders aber sei es, wenn diese Menschen die Erfahrungen, die sie auf ihrem Lebensweg gemacht haben, auch an nachfolgende Generationen weitergeben: „Es ist sehr wichtig, die Erinnerungskultur zu pflegen.“
Dreßler-Theis kündigte an, im Rahmen der bis zum 7. März stattfindenden Ausstellung erstmals auch ein Bild live malen zu wollen.
Öffnungszeiten: freitags 16 bis 19 Uhr, samstags 12 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Michael Kupper aus Reichshof |
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