DLRG-Jubiläum
Schwimmen lernen kann Leben retten
- Seit 60 Jahren engagiert sich die DLRG Engelskirchen für die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung sowie die Jugendarbeit.
- Foto: B.Hagemann
Engelskirchen. Mit rund 140 Gästen hat die DLRG-Ortsgruppe Engelskirchen im Panoramabad ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert. Unter den Gästen waren Landrat Klaus Grootens, Bürgermeister Lukas Miebach und die DLRG-Bezirksvorsitzende Heike Radder. Die Vorsitzende Andrea Hufnagel erinnerte an die Entwicklung der Ortsgruppe, die heute mehr als 300 Mitglieder zählt. Fast 60 Prozent von ihnen sind Kinder und Jugendliche.
Die Geschichte der DLRG in Engelskirchen begann 1964 mit der Eröffnung des Freibades. Unter der Leitung des damaligen Schwimmmeisters Manfred Schmidt entstand zunächst ein Stützpunkt des Bezirks Köln mit rund 30 Mitgliedern. Am 2. Oktober 1965 wurde die DLRG-Ortsgruppe Engelskirchen gegründet, 1975 folgte der Zusammenschluss mit der Ortsgruppe Ründeroth. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Ortsgruppe zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens. Neben der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung gehörten Wettkämpfe, Jugendzeltlager und gemeinsame Aktionen zum Programm. Bis 1990 stieg die Mitgliederzahl auf mehr als 300.
Später erschwerten eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten die Vereinsarbeit. Nach der Schließung des Hallenbades Walbach im Jahr 2007 gingen die Mitgliederzahlen deutlich zurück. 2015 erreichte die Ortsgruppe mit 174 Mitgliedern ihren Tiefstand. Mittlerweile hat sie sich wieder erholt. Dazu beigetragen haben engagierte Ausbilderinnen und Ausbilder aus der eigenen Jugend, die Unterstützung der Eltern und verbesserte Trainingsmöglichkeiten im Panoramabad. Rund 20 Ausbilderinnen und Ausbilder sind für die Ortsgruppe tätig. Seit 2021 wurden mehr als 280 Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen abgenommen.
„Wir sind eine eher kleine Ortsgruppe im großen Verbund der DLRG. Unsere wichtigste Aufgabe sehen wir aber ganz konkret vor Ort: Wir möchten Kinder zu sicheren Schwimmern und Jugendliche zu Rettungsschwimmern ausbilden“, sagte Hufnagel. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei die Zusammenarbeit mit dem Panoramabad. Durch die unentgeltliche Nutzung für den Trainingsbetrieb werde die heutige Schwimmausbildung erst ermöglicht. Die Ortsgruppe dankte den Gemeindewerken, dem Schwimmmeisterteam, dem Förderverein Freibad, dem DLRG-Bezirk Oberberg und den befreundeten Ortsgruppen für ihre Unterstützung.
Auch die Ehrengäste würdigten die Arbeit der DLRG. Grootens hob das ehrenamtliche Engagement hervor, ohne das ein Bad wie das Panoramabad nicht funktionieren würde. „Schwimmenlernen gehört zum Erwachsenwerden dazu, deshalb kann man die Arbeit der DLRG nicht hoch genug wertschätzen“, sagte Miebach. Radder bescheinigte der Ortsgruppe angesichts der kurzen Ausbildungssaison eine sehr gute Arbeit.
Mit dem Jubiläum richtet die DLRG Engelskirchen zugleich den Blick nach vorn. Gewünscht werden eine längere Sommersaison, möglichst konstante Wassertemperaturen und vor allem eine verlässliche Trainingsmöglichkeit während der Wintersaison. Denn, so die Botschaft zum Jubiläum: Schwimmen lernen kann Leben retten.
Redakteur/in:Kristina Franke aus Sankt Augustin |