Bahnhof Engelskirchen
Mobilstation sowie
P+R-Anlage eröffnet
- Vor der Mobilstation am Bahnhof Ründeroth: Norbert Hamm (l./Allgemeiner Vertreter Gemeinde Engelskirchen), Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer go.Rheinland GmbH, und Andreas Kiel, (r./Fachleiter Tiefbauamt der Gemeinde).
- Foto: Gemeinde Engelskirchen
Ründeroth. Die Gemeinde Engelskirchen hat von Februar vergangenen Jahres bis Juni dieses Jahres zwei wichtige Infrastrukturprojekte gleichzeitig umgesetzt: in Ründeroth die verkehrswichtige Ladestraße zur Erschließung des Wohnbereiches Rauscheid inklusive einer P+R-Anlage sowie die Mobilstation am Bahnhof Ründeroth.
Die Ladestraße wurde in einer Fahrbahnbreite von 6,35 Meter hergestellt - breit genug, dass Lkw aneinander vorbei passen. Zusätzlich wurde dort eine P+R-Anlage mit 86 Stellplätzen, darunter fünf Behindertenparkplätzen, errichtet. Zudem hat die Ladestraße einen 2,50 Meter breiten Gehweg erhalten. Dieser dient auch als Verbindungsglied zur neu gebauten Mobilstation, die aus 28 weiteren P+R-Stellplätzen inklusive zwei Behindertenparkplätzen, drei optionalen Car-Sharing-Plätzen und zwei Ladepunkten für Elektroautos besteht, die auf acht erweitert werden können.
Zudem wurde eine Fahrradabstellanlage für 52 Fahrräder errichtet, die via App und am Terminal buchbar ist und Lade- und Schließfachangebote aufweist. Und dies zu guten Konditionen. So ist beispielsweise die Sechs- und Zwölf-Stunden-Buchung kostenfrei, das Sechs-Monatsticket liegt bei 60 Euro, mit einem ÖPNV-Ticket bei nur 30 Euro. Sollte sich im Oberbergischen Kreis ein Fahrradleihsystem etablieren, steht dieser Platz ebenfalls schon zur Verfügung.
Zum Angebot gehören ebenfalls drei abschließbare Rollstuhlboxen in unmittelbarer Nähe zum geplanten barrierefreien Zugang zum Mittelbahnsteig des Bahnhofs Ründeroth der DB InfraGO. Dieser soll im kommenden Jahr realisiert werden.
Die Baukosten beider Maßnahmen liegen mit etwa 3,84 Millionen Euro unterhalb der Kostenschätzung von 4,30 Millionen Euro.
Beide Maßnahmen wurden vom Land NRW und vom Aufgabenträger go.Rheinland mit insgesamt knapp zwei Millionen Euro gefördert. Ohne diese Förderung hätte die Gemeinde dieses wichtige Infrastrukturprojekt finanziell nicht stemmen können.
„Durch den Neubau der Mobilstation am Bahnhof Ründeroth haben Menschen in Engelskirchen nun vielfältige Möglichkeiten mobil zu sein, ohne auf ein Auto angewiesen zu sein. Die Maßnahme ist ein Beitrag zur Stärkung und Attraktivierung des Ortes und trägt zur Förderung nachhaltiger Mobilität in Engelskirchen bei“, so go.Rheinland-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.
Für die Realisierung der Projekte wurde einiges bewegt, beispielsweise 5.000 Kubikmeter Boden- und Felsaushub, 8.000 Tonnen Schotter, 3.000 Quadratmeter Pflaster, 1.000 Tonnen Asphalt und über 405 Meter Winkelstützwände.
An der dem Bahnhof abgewandten Seite war eine Böschungssicherung mit insgesamt 2.200 Quadratmetern Steinschlagschutznetz und 890 Felsnägeln erforderlich.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |