Arbeitsträume - Ausstellung im Museum Engelskirche
Arbeits(T)räume der Zukunft
- Wünsche fürs Arbeiten in der Zukunft.
- Foto: A. Stiens, © LVR-Zentrum für Medien und Bildung
Engelskirchen. Wie wird die Arbeitswelt von morgen aussehen? Und wie hätten wir sie gern? Diesen Fragen geht das Zukunftslabor „Arbeits[T]räume“ nach – eine Ausstellung zum Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten, die vom 29. März bis 1. November im Kraftwerk Ermen & Engels des LVR-Industriemuseums Engelskirchen zu erleben ist.
Unsere Arbeitswelt befindet sich im rasanten Wandel: Gegenwärtig wird diskutiert, ob wieder mehr und länger gearbeitet werden soll. Noch in jüngster Vergangenheit hatten Unternehmen rund um den Globus Pilotprojekte gestartet. Dem Wunsch nach mehr Flexibilität beim Arbeiten wurde mit neuen Arbeitsformen wie Homeoffice und mobilem Arbeiten begegnet. Aber was geht verloren, wenn man die Kolleginnen und Kollegen nicht mehr regelmäßig im Büro trifft? Und dann ist da noch die Digitalisierung. Sind KI und Co. Werkzeuge, die die Arbeit erleichtern und produktiver machen?
Interaktive Räume
In „Arbeits[T]räume“ erwartet die Besucherinnen und Besucher keine wissenschaftliche Rundum-Erzählung. Stattdessen inspirieren sechs interaktive Arbeitsräume zum Nachdenken, was unsere Arbeitswelt geprägt hat und bis heute prägt: Visionen und Arbeitskämpfe, organisatorischer Wandel und technische Umbrüche, Hierarchien und Kollegialität. Sie bieten jede Menge Möglichkeit, sich selbst einzubringen, die eigene Meinung zu hinterlassen und sich mit anderen auszutauschen.
Bereits im Vorfeld der Ausstellung hat das LVR-Industriemuseum die Zusammenarbeit mit Arbeitnehmerinnen und Arbeit-
nehmern von morgen gesucht: Schülerinnen und Schüler von heute. So entwarf das Technische Berufskollegs Solingen die grafischen Darstellungen zur Arbeit in der Vergangenheit. Gemeinsam mit dem Bildungsbüro Oberberg und dem zdi-Schülerlabor am Berufskolleg Dieringhausen wurden Umfragen zur Arbeit der Zukunft durchgeführt. Welche Vorstellungen haben junge Menschen vor dem Einstieg ins Arbeitsleben? Die Umfrageergebnisse hat der Kölner Illustrator Michael Szyszka für die Ausstellung anschaulich aufbereitet.
Objekte mit Geschichte(n) gesucht!
Die sechs Arbeitsräume der Ausstellung stellen Fragen und bieten dadurch zahlreiche Gelegenheiten, sich zu beteiligen. Es besteht sogar die Möglichkeit, eigene Objekte aus dem Arbeitsleben mitzubringen und auszustellen: Postkarte aus dem Büro Lieblingshammer, Geschenk zum Dienstjubiläum Gewerkschaftsfahne, Röntgenbild vom Arbeitsunfall... Das Museum interessiert sich für diese speziellen Arbeitsobjekte und die damit verbundenen Geschichten. Die Gegenstände für alle sichtbar präsentiert. Die gesuchten Objekte müssen nicht besonders schön, wertvoll oder auffällig sein. Die Hauptsache ist, dass es Interessantes darüber zu sagen gibt und sie in die Ausstellungsvitrinen passen. Daher sollten sie in Höhe, Breite und Länge nicht größer als 35 Zentimeter sein. Die Gegenstände können an der Museumskasse abgegeben werden. Dort liegt ein kurzer Fragebogen bereit, auf dem Informationen zum Objekt hinterlassen werden. Alle Objekte werden - zeitlich abgestimmt - zurückgegeben.
Angebote und Veranstaltungen
Die Ausstellung wird durch ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm begleitet. Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es beispielsweise ein offenes Mitmachangebot mit kurzen Einführungen und viel Raum und Anregungen zum gemeinsamen Austausch. Immer am zweiten Sonntag im Monat lädt die Familien-Rallye „Arbeits[T]räume entdecken“ dazu ein, sich dem Thema spielerisch zu nähern. Für Kinder gibt es unter anderem Workshops zum Thema Metallguss und 3D-Druck. Beim Familientag wird sich alles um ein besonderes Arbeitsgerät drehen: den Computer.
Infos/Kontakt
Weitere Informationen sowie das gesamte Begleitprogramm zur Ausstellung: lvr.de/kraftwerk-ermen-engels
Für Schulklassen werden spezielle Workshops im Rahmen der Berufsorientierung angeboten.
Anfragen: LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen und Engels, Engelsplatz 2 in 51776 Engelskirchen, lvr.de/kraftwerk-
ermen-engels
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: 6 Euro Erwachsene, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Infos zu Besuch und Buchungen von Führungen und Workshops bei Kulturinfo Rheinland per Mail an info@kulturinfo-rheinland.de oder telefonisch unter: 0 22 34/9 92 15 55.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |