Finanzspritze für die Johanniter
90.500 Euro für die Jugendhilfe Engelskirchen
- Scheckübergabe: Alexandra Hoinkis-Weber, Leiterin der Johanniter-Jugendhilfeeinrichtung Engelskirchen; Ilinka Fonti (Johanniter), Stephan Masch (Deutsche Fernsehlotterie); Steffen Lengsfeld (Vorstand Johanniter).
- Foto: Max Thümmel
Engelskirchen. 90.500 Euro: Der gemeinnützige Verein Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Rhein.-/Oberberg freut sich über die zweckgebundene Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie.
Die Zuwendung in Höhe von 90.500 Euro von Deutschlands traditionsreichster Soziallotterie kommt anteilig der Deckung der Kosten für die Ausstattung der neuen Jugendhilfeeinrichtung des Trägers in Engelskirchen zugute. Die Gesamtkosten für die Ausstattungsgegenstände für die Einzel-, Gemeinschafts- und Funktionsräume belaufen sich auf über 231.000 Euro.
Die Situation in der Kinder- und Jugendhilfe ist bundesweit sehr angespannt. Dies gilt auch für den Oberbergischen Kreis. Die steigende Anzahl von Fällen der Kindeswohlgefährdung verdeutlicht einen Bedarf an neuen Angeboten der stationären Kinder- und Jugendhilfe durch die Johanniter.
Die neue Einrichtung
Mit der neuen Jugendhilfeeinrichtung in Engelskirchen-Kaltenbach, die eine Wohnfläche von über 600 Quadratmeter aufweist, wird eine dringend benötigte zusätzliche Betreuungsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche aus und in der Region geschaffen. Der Fokus liegt hierbei auf der nachhaltigen Stärkung des Kinderschutzes. „Unsere neues Angebot der Jugendhilfe entsteht im ehemaligen Engelskirchener Kurhaus. Neun Betreuungsplätze für Kinder ab sechs Jahren sowie eine Verselbstständigungsgruppe mit vier Plätzen für junge Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren wird hier etabliert. Wir bieten jenen Kindern und Jugendlichen ein Zuhause auf Zeit, die aus unterschiedlichsten Gründen zeitweise oder längerfristig nicht in ihren eigenen Familien- oder Betreuungsumfeld bleiben können. Unser erklärtes Ziel ist es nach wie vor, die Rückkehr in die Herkunfts- oder Pflegefamilien unter verbesserten Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Unsere neue Einrichtung schließt eine regionale Versorgungslücke im Netz der stationären Jugendhilfe“, erklärt Ilinka Fonti, Fachbereichsleitung Ausbildung und Jugendverbandsarbeit des Johanniter-Regionalverbandes Rhein.-/
Oberberg.
2,4 Millionen Gesamtkosten
„Die Gesamtkosten für den Erwerb, die Kernsanierung und den Umbau des ehemaligen Kurhauses inklusive der geförderten Erstausstattung belaufen sich auf weit über 2,4 Millionen Euro. Maximal eine Million Euro davon können als Investitionskosten über die Regelfinanzierung durch die Kostenträger refinanziert werden. Um unser wichtiges Vorhaben dennoch umsetzen zu können, waren wir auf zusätzliche Fördermittel und Spenden angewiesen. Dabei stellt die Förderung der Deutsche Fernsehlotterie den sprichwörtlichen Meilenstein dar“, bedankt sich Steffen Lengsfeld, Vorstand des Johanniter - Regionalverbandes Rhein.-/Oberberg.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |