Die neuen Seniorenvertreter*innen für Ehrenfeld
Veedels-Netzwerke und barrierefreier Nahverkehr

Katja Mildenberger
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Ehrenfeld (as). Veedels-Netzwerke, bezahlbares Wohnen, barrierefreier Nahverkehr, mehr Teilhabe am kulturellen Leben und ein Toilettenhaus an der KVB-Haltestelle Bocklemünd, dies sind nur einige der Ziele, die sich Lilly Liebig, Katja Mildenberger, Gabriele Wedde, Peter Mülhens und Manfred Pöttgen auf ihre Agenda geschrieben haben. Als die neuen Seniorenvertreter für den Stadtbezirk Ehrenfeld werden sie künftig die Interessen der Senioren*innen gegenüber der Stadt, der Verwaltung sowie den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege vertreten.

„Ehrenfeld ist ein lebendiger Stadtteil mit viel öffentlichem Verkehr. Darum sind etwa die Barrierefreiheit und ebenerdigen Einstiege im öffentlichen Nahverkehr zur Erhaltung der Mobilität der Senioren ein wichtiges Anliegen. Ebenso sollte es mehr öffentliche Bänke als kostenfreie Ruhezonen sowie mehr Kundentoiletten in Discountern geben“, sagt Katja Mildenberger. „Gerade als junge Seniorin der Babyboomer Generation aus dem Jahrgang 1959 sehe ich viele Herausforderungen und Möglichkeiten für die Menschen meiner Generation, sich jetzt aktiv in die Gesellschaft einzubringen“, begründet die Projektleiterin beim Verein eva e.V. ihr Engagement.

Barrierefreiheit ist auch für Lilly Liebig ein Thema. „Ich habe für eine weitere Periode kandidiert und möchte meine Arbeit der letzten fünf Jahre weiterführen. Barrierefreie Wohnformen und Brücken schlagen zwischen den Generationen ist eines meiner Nahziele“, wünscht sich die 72-jährige Goldschmiedin.

„Es gibt zu lange Fahrtakte nach Bickendorf, Vogelsang, Bocklemünd und Bilderstöckchen“, bemängelt Liebigs Kollegin Gabriele Wedde. Außerdem fehlen ihrer Meinung nach ausreichende seniorengerechte Formen des Einstiegs bei Bussen und Stadtbahnen sowie öffentliche, auch von Rollstuhlfahrern benutzbare Toiletten. „Umwelt- und Verkehrs-Fragen sind für mich wichtige Themen“, mahnt die 63-jährige, ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Mitglied der GRÜNEN.

Als männliche Seniorenvertreter komplettieren Peter Mülhens, 70 Jahre alt, Handwerksmeister und Betriebswirt im Ruhestand, und Manfred Pöttgen, 61 Jahre alt und Sozialversicherungsfachangestellter, das Ehrenfelder Team. Mülhens ist bereits seit zehn Jahren Seniorenvertreter. Es ist seine dritte Legislaturperiode. Manfred Pöttgen wurde zum ersten Mal zum Seniorenvertreter gewählt. „Ich möchte, dass wir alle im Veedel gut leben und alt werden können. Bezahlbares Wohnen, gute Versorgung ums Eck und Netzwerke, die da sind, wenn wir Hilfe brauchen, sind nur einige Themen, die mir am Herzen liegen“, so Pöttgen. Das Miteinander in öffentlichen Bereichen, egal ob als Autofahrer, Fußgänger oder Radfahrer, sieht auch sein Kollege Peter Mülhens als ein vorrangiges Thema an. „In den engen Straßen sind die Bürgersteige zusätzlich zu den Autos auch mit Rollern, Fahrrädern und jetzt verstärkt auch mit Lastenfahrrädern zustellt. Insbesondere ältere Menschen mit Rollator oder Rollstuhl, aber auch Mütter mit ihrem Kinderwagen, sind den Hindernissen ausgesetzt“, bemängelt Mülhens. Welche Projekte letztendlich im Stadtbezirk Ehrenfeld als wichtig erachtet werden, werden die Seniorenvertreter nach der Konstituierung am 18. Januar überlegen.

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RAG - Redaktion

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