Denkmalschutz in Bornheim
Heimatfreunde kritisieren langsame Bearbeitung
- Maria-Hilf Kapelle Ecke Bonner Straße/Widdiger Weg.
- Foto: Heimatfreunde Roisdorf
Bornheim (red). Die Roisdorfer Heimatfreunde haben die aus ihrer Sicht zu langsame Bearbeitung eines Denkmalschutzantrags durch die Stadt Bornheim scharf kritisiert. Das geht aus einer Stellungnahme des Vereins zur Einweihung des neuen Urnenhauses auf dem Roisdorfer Friedhof hervor.
Bereits im März 2021 hatten die Heimatfreunde die Eintragung mehrerer Kulturgüter in die städtische Denkmalliste beantragt, darunter historische Gräber, die Maria-Hilf-Kapelle und die Bruchsteinmauer des Friedhofs an der Bonner Straße. Obwohl der Fachausschuss im Mai 2021 den Bürgermeister beauftragte, das notwendige Benehmen mit dem LVR-Amt für Denkmalpflege herzustellen, sei das Verfahren seither nicht abgeschlossen worden.
Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, fehlten der Unteren Denkmalbehörde personelle Kapazitäten, um das Verfahren zeitnah umzusetzen. Für Dr. Ernst Gierlich und Harald Stadler von den Heimatfreunden ist das nicht nachvollziehbar. Stadler erklärte: „Verwaltungsvorgänge scheitern nicht nur am Personalmangel, sondern auch an der Prioritätensetzung der Amtsleitung.“
Der Stadtbetrieb Bornheim hatte seine Zustimmung zur Eintragung bereits schriftlich erklärt. Nach § 23 des Denkmalschutzgesetzes NRW muss eine Eintragung erfolgen, wenn alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Angaben der Heimatfreunde sei dies seit dem Ausschussbeschluss der Fall. Im Mai geht der Antrag ins vierte Jahr.
Der Verein hofft nun, dass durch den öffentlichen Appell Bewegung in das Verfahren kommt. Nur durch die Zusammenarbeit von ehrenamtlichem Engagement und Verwaltung könne das kulturelle Erbe der Stadt bewahrt werden, so die Heimatfreunde.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |
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