Theaterverein Edelweiß präsentiert:
„Die Hex vun Ihrefeld“
- Das „Edelweiß“-Ensemble probt auf Hochtouren und fiebert der Premiere entgegen.
- Foto: Frank Engel-Strebel
Bornheim (fes). Es zischt und brodelt auf der Bühne in der Widdiger Mehrzweckhalle. Eine Frau rührt fleißig mit dem Kochlöffel in einem Kessel, der von einem Flaschenzug von der Decke heruntergelassen wurde. Doch was wird da zusammengebraut? Monika Hemmersbach hüllt sich in Schweigen: „Nichts wird verraten“, sagt die Vorsitzende des Theater-Vereins „Edelweiß“ Hersel-Uedorf im Gespräch mit dieser Zeitung. Nur so viel: Sie spielt die „Die Hex vun Ihrefeld“, ihr Name ist Cabriluna.
Seit dem Ende der Sommerferien probt das Laienschauspielensemble in Widdig für sein neues Theaterstück. Die flotte Komödie „Die Hex vun Ihrefeld“ stammt von dem bekannten Kölner Autor für Boulevardtheaterstücke, Rolf Sperling. In Szene gesetzt wird das Lustspiel wie gewohnt von Spielleiter Ingo Hemmersbach, dem Ehemann von Hauptdarstellerin Monika Hemmersbach.
Magischer Ärger in der Souterrainwohnung
Darum geht es: Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld lebt unerkannt in einer Souterrainwohnung der Familie Ores die Hexe Cabriluna. Sie entkam im Mittelalter der Inquisition. Die anderen Hexen befinden sich im Exil und sind ziemlich empört darüber, dass Cabriluna einfach so unter den Menschen lebt. Um Cabriluna auch ins Exil zu holen, wird die Junghexe „Hickseline“ (Angie Wallikewitz) losgeschickt. Fast unbemerkt verschafft sie sich Zutritt zur Wohnung und geht ihren Machenschaften nach. Turbulent wird es, als die verwöhnte Tochter des Hauses, Sabine, ausgerechnet in die Souterrainwohnungen einziehen möchte. Während ihr Vater Walter (David Rosse, bekannt aus der ZDF-Satiresendung „heute-show“) dagegen ist, möchte ihre Mutter Irmgard (Sarah Krumbach) nur das Beste für ihre Tochter. Geld spielt im Hause Ores schließlich keine Rolle: „Sie braucht ja nicht zu arbeiten. Sie soll ja keinem anderen den Job wegnehmen.“
Das Problem: Es erweist sich als schwierig, einen Mietvertrag zu kündigen, der seit 149 Jahren existiert. Die Kündigungsfrist dürfte ziemlich lang sein. Mehr wird an dieser Stelle nicht gespoilert. Nur so viel: Für einen flotten und magischen Hexenzauber dürfte gesorgt sein.
Zwei neue Gesichter werden auf der Theaterbühne zu sehen sein: Uli Nagelschmidt spielt einen der beiden Polizisten. Melina Hemmersbach, Tochter von Monika und Ingo Hemmersbach, schlüpft in die Rolle der Sabine Ores, die von Beruf Tochter ist. Wie im richtigen Leben also? „Nicht ganz so“, schmunzelt die 19-Jährige, die zugibt, dass sie trotz ihrer „großen“ Vorbilder ein wenig nervös vor der Premiere ist: „Aber es macht trotzdem riesigen Spaß.“
Spielleiter Ingo Hemmersbach freut sich schon auf die Aufführungen: „Viele Stunden bei den Proben und beim Bühnenaufbau konnten wir gemeinsam verbringen, gemeinsam lachen und Spaß haben“. Damit das auch in Zukunft so weitergeht, sucht der Theater-Verein regelmäßig Unterstützer vor und hinter der Bühne.
Infos kompakt
Die Spieltermine:
Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr (Generalprobe); Sonntag, 18. Oktober, 17 Uhr (Premiere); Samstag, 24. Oktober, 19 Uhr; Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr; Samstag, 31. Oktober, 19 Uhr und Sonntag, 1. November 17 Uhr. Einlass jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn.
Ort: Mehrzweckhalle am Kindergarten, Römerstraße 5A, 53332 Bornheim-Widdig
Eintritt: Erwachsene 14 €, Kinder (bis 14 Jahre) 8 €.
Generalprobe: 8 €.
Kartenvorverkauf: Schreibwaren Classen, Rheinstraße 148 (Hersel); Toni Breuer, Saarstraße 5 (Hersel); Hanni Willerscheid, Römerstraße 37 (Widdig); Monika Hemmersbach, Lichtweg 30 (Widdig) oder online unter www.eventim.de. Kontakt: 02236/37 49 805; E-Mail: info@theater-verein-edelweiss.de, Internet: www.theater-verein-edelweiss.de.
Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |