Literaturprojekt
Schreiben verbindet
- Das Projektteam des Literaturprojekts „Wir schreiben gemeinsam eine Geschichte“: Buchhändler Philipp Seehausen, Literaturdozentin Petra von der Lohe, Theaterpädagogin Ursula Braun sowie Alanus-Studierender Paul Schettler und Alumna Alessandra Albrecht (von links).
- Foto: Alanus Hochschule
Bonn-Tannenbusch (red). Rund 40 Kinder der vierten Klassen der Elsa-Brändström-Grundschule in Bonn-Tannenbusch werden in diesem Frühjahr selbst zu Autorinnen und Autoren. Unter dem Motto „Wir schreiben gemeinsam eine Geschichte“ entwickeln sie ein eigenes Buch – von der ersten Idee bis zum gedruckten Ergebnis.
Das Projekt ist eine Kooperation der Schule mit der Buchhandlung am Paulusplatz, der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft sowie dem Netzwerk LiteraturRheinland. Unterstützt wird es von der Stadtsparkasse Bonn. Ziel ist es, Kindern einen kreativen Zugang zu Sprache und Literatur zu eröffnen – besonders in einem Stadtteil, in dem viele Familien nur eingeschränkt Zugang zu Büchern haben.
Begleitet werden die Schülerinnen und Schüler unter anderem vom Buchhändler Philipp Seehausen, der Literaturdozentin Petra von der Lohe, der Theaterpädagogin Ursula Braun sowie Studierenden und Absolventinnen und Absolventen der Alanus Hochschule. Gemeinsam erarbeiten sie Schritt für Schritt eine Geschichte. Der Prozess reicht von interaktiven Lesungen über Gruppenarbeit und Illustrationen bis hin zum fertigen Manuskript.
Am Ende des Projektes steht nicht nur eine digitale Datei, sondern ein gedrucktes Buch. Dieses wird bei einer Abschlussveranstaltung präsentiert, und jedes beteiligte Kind erhält darüber hinaus auch zwei Exemplare für die eigene Familie.
Für Philipp Seehausen liegt der besondere Wert des Projekts in der Erfahrung, selbst kreativ tätig zu werden. „Was die Kinder haben, ist eine unglaubliche Kreativität. Wir schaffen gemeinsam Selbstwirksamkeit und können den Kindern am Ende sogar ein fertig gedrucktes Produkt in die Hand geben“, sagt der Buchhändler. Sein Ziel sei es, gerade dort Begeisterung für Bücher zu wecken, wo bislang wenig Kontakt zum Lesen bestehe.Auch Mitinitiatorin Petra von der Lohe sieht in dem neuen Ansatz großes Potenzial. „Es ist beeindruckend zu sehen, welchen Sprung die Kinder im Umgang mit Sprache machen“, erklärt die Literaturdozentin. Perspektivisch könne ein solches Modell helfen, den Zusammenhalt im Stadtteil langfristig zu stärken.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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