Schifferverein
Jeckes Stelldichein am Rhein
- Prächtige Ornate im Sunnesching: Zahlreiche Tollitäten aus dem Bonner Stadtgebiet, aber auch aus Alfter, gaben sich ein Stelldichein unter dem Nepomuk.
- Foto: fes
Beuel (fes). Jeckes Stelldichein am Fuße des Heiligen Nepomuk, dem Schutzpatron der Seefahrer und Fischer, am Beueler Rheinufer: Der Vorsitzende des Schiffer-Vereins, Käpt’n Reiner Burgunder, freute sich, wieder zahlreiche Karnevalsprinzessinnen und -prinzen, große wie kleine, zwischen Flaggenmast und Nepomuk begrüßen zu dürfen. „An dieser Stelle schlägt das Herz unserer Heimat besonders laut, und wir dürfen die leuchtenden Symbolfiguren rheinischer Lebensfreude und Courage heute in unserer Mitte begrüßen. Möge euch diese Session so viel Applaus bringen, wie Wasser den Rhein hinunterläuft.“
Grüße und einen herzlichen Dank überbrachte auch Bonns neuer Oberbürgermeister Guido Déus: „Wir sind stolz darauf, dass wir dich, Reiner, dass wir euren Verein haben.“ Bezirksbürgermeister Marco Rudolph betonte: „Ich habe das Beueler Rathaus erst vor wenigen Wochen bezogen und bin natürlich bestrebt, dort erst einmal nicht mehr auszuziehen.“ Gemeinsam mit OB Déus zeigte er sich siegesgewiss, dass die diesjährige Wäscherprinzessin Judith I. (Rötten) das Rathaus diesmal an Weiberfastnacht nicht erobern wird – dies sei jedenfalls der Plan. Den Tollitäten gab Rudolph mit auf den Weg: „Verzaubert alle Menschen, schmeißt ordentlich Kamelle und habt eine wunderschöne Session.“
Obermöhn Patty Burgunder meinte bestimmt: „Natürlich werdet ihr die Rathausstürmung nicht erfolgreich hinter euch bringen.“
Das sah auch Judith so: „Ich freue mich, mit so vielen anderen Tollitäten heute hier zu stehen. Zwischen uns herrscht eine große Verbundenheit, und wir freuen uns immer unfassbar, wenn wir uns irgendwo treffen und eine schöne Zeit haben. Das zeigt: Wir sind in den Farben getrennt, aber in der Sache vereint.“ Dann wurde der Regentin noch eine besondere Ehre zuteil, als ihr Käpt’n Burgunder die „Bonner Seele“ überreichte. Dreimal vergibt der Schiffer-Verein diese Würdigung im Jahr an Menschen, die sich besonders um den Stadtbezirk verdient gemacht haben. Eine vierte „Seele“ erhält jeweils die amtierende Wäscherprinzessin.
Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |