Wettbewerb
Wer hat den schönsten Igelgarten?
- Ein insektenfreundlicher Garten mit vielen Blühpflanzen ist auch ideal für Igel, weil sie sich vorrangig von Insekten ernähren
- Foto: OBK
Oberberg (red). Mit einer gemeinsamen Kampagne rufen der Oberbergische Kreis und die Biologische Station Oberberg (BSO) dazu auf, Igel im eigenen Umfeld besser zu schützen. Bürgerinnen und Bürger können bereits mit kleinen Maßnahmen dazu beitragen, Gärten und Grundstücke igelfreundlich zu gestalten. Entscheidend sei dabei nicht die Größe des Gartens, sondern wie gut er auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt ist.
Im Mittelpunkt der Aktion steht der Wettbewerb „Igelgarten“, mit dem möglichst viele Menschen für den Igelschutz gewonnen werden sollen. Fachlich unterstützt wird die Kampagne unter anderem von Sarah Noll aus Waldbröl, die sich seit Jahren beim NABU Oberberg engagiert. In ihrem eigenen Garten zeigt sie, wie sich mit einfachen und kostengünstigen Mitteln Lebensräume für Igel schaffen lassen.
Empfohlen wird unter anderem, Gärten nicht vollständig abzuschotten, sondern Durchgänge etwa durch Hecken oder Strauchpflanzungen zu ermöglichen. Rückzugsorte bieten beispielsweise Haufen aus Strauchschnitt heimischer Gehölze, die nicht als Abfall entsorgt werden müssen. Statt kurz geschorener Rasenflächen setzen naturnahe Gärten auf Wiesenblumen, die Insekten anziehen und damit eine wichtige Nahrungsquelle für Igel sind. Zusätzlich rät Sarah Noll zur Unterstützung bei der Nahrungssuche. Geeignet seien Mehlwürmer sowie Katzenfutter ohne Getreide und Zucker mit hohem Fleischanteil. Milch, Gemüse oder Nüsse sind ungeeignet. Wichtig ist zudem das Bereitstellen von Wasser, etwa in flachen Schalen mit Ausstiegshilfen für Insekten oder durch sichere Zugänge zu Gartenteichen. Auch Unterschlüpfe spielen eine zentrale Rolle. Igelhäuser aus Holz können als Winterquartiere dienen und lassen sich mit Laub oder Stroh ausstatten. Sie sollten an ruhigen, schattigen und trockenen Orten platziert werden. Gleichzeitig weist die Kampagne auf Gefahren wie Mähroboter, Müll und Chemikalien hin.
Interessierte Privatpersonen aus dem Oberbergischen Kreis können sich von Juni bis August am Wettbewerb „Igelgarten“ beteiligen. Die Bewerbung erfolgt per E‑Mail an oberberg@bs‑bl.de mit dem Betreff „Wettbewerb Igelgarten – Name/Ortsteil“. Einzureichen sind Fotos des Gartens sowie eine kurze Beschreibung der igelfreundlichen Maßnahmen. Eine Fachjury wählt die besten zehn Gärten aus, die im September besucht werden.
Weitere Informationen zum Igelschutz und zum Wettbewerb stellen der Oberbergische Kreis und die Biologische Station Oberberg online auf der BOS-Webseite zur Verfügung: www.biostationoberberg.de.
Redakteur/in:Kristina Franke aus Sankt Augustin |