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Folgen des Klimawandel
Forstbetrieb pflanzt für die Zukunft des Waldes

Mehrere Tausend Bäume wurden auch auf der Fläche gepflanzt, die Bürgermeister Sebastian Glatzel (l.) und Stefan Lott vom städtischen Forstbetrieb begutachteten.  | Foto: Mager/Stadt Bad Münstereifel
  • Mehrere Tausend Bäume wurden auch auf der Fläche gepflanzt, die Bürgermeister Sebastian Glatzel (l.) und Stefan Lott vom städtischen Forstbetrieb begutachteten.
  • Foto: Mager/Stadt Bad Münstereifel

Bad Münstereifel (rb). Die Folgen des Klimawandels treffen auch den Bad Münstereifeler Stadtwald. Besonders die Fichte, lange eine wichtige Baumart im Revier, gilt inzwischen als stark gefährdet. Viele Flächen, auf denen früher großflächig Fichten standen, werden heute mit klimastabileren Arten wie der heimischen Eiche neu bepflanzt. Schon jetzt spielt die Eiche auf 27 Prozent der vom Forstbetrieb bewirtschafteten Fläche eine wichtige Rolle – mit steigender Tendenz.

Vor allem die Traubeneiche eignet sich für mäßig trockene Standorte. Sie wird je nach Fläche großräumig, in kleinen Horsten oder als Mischbaumart gesetzt. Auch die Naturverjüngung spielt eine wachsende Rolle. Der Forstbetrieb nutzt dafür Saatgut aus dem eigenen Wald, um robuste, genetisch hochwertige Jungpflanzen zu gewinnen.

Auf eher nassen Standorten setzt man auf die Slavonische Stieleiche, die aus dem Kottenforst stammt. Mit ihrer tiefreichenden Pfahlwurzel verbessert sie die Bedingungen für weitere Baumarten wie Linde, Ulme, Ahorn oder Hainbuche.

„Bis die jetzt gepflanzten Eichen gefällt werden können, vergehen rund 200 Jahre“, sagt Stefan Lott, Büroleiter des Forstbetriebs. Weil die Produktionszeiträume im Waldbau so lang sind, könne man sich nur schwer an den schnellen Klimawandel anpassen. Umso wichtiger sei ein zügiger Waldumbau hin zu stabilen Mischbeständen. Die Stadt nutzt dafür auch Flächen, auf denen zuvor Borkenkäferschäden entstanden waren.

Der Forstbetrieb orientiert sich beim Umbau am Waldbau- und Wiederbewaldungskonzept NRW. Das ermöglicht zugleich den Zugang zu Fördermitteln. In diesem Jahr erhielt der städtische Forstbetrieb über die „FöRL Extremwetterfolgen“ eine Förderung in Höhe von 128.280 Euro. Die entsprechenden Flächen wurden mit Hinweisschildern versehen.

LeserReporter/in:

Ruben Bartsch aus Köln

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