Gut vorbereitet für den Ernstfall
Erster Bad Honnefer Bevölkerungsschutztag
- Sämtliche Einsatz- und Hilfsorganisationen der Stadt waren beim Bevölkerungsschutztag auf dem Aegidiusplatz vertreten.
- Foto: Gast
Aegidienberg. Was kann ich tun, um in außergewöhnlichen Situationen gut vorbereitet zu sein? Welche Dokumente sollte ich griffbereit haben, wenn ich etwa bei einem Brand das Haus plötzlich verlassen muss? Wie spreche ich mit meinen Kindern über mögliche Krisen? Antworten auf diese und andere Fragen erhielten die zahlreichen Besucher des ersten Bad Honnefer Bevölkerungsschutztages.
Auf dem Aegidiusplatz und nebenan im Bürgerhaus bot die Veranstaltung viele Gelegenheiten, sich über mögliche Gefahrenlagen, persönliche Vorsorge oder die Arbeit der Einsatz- und Hilfsorganisationen zu informieren. Damit wolle die Stadt die Leistungsfähigkeit und Vielfalt des Bevölkerungsschutzes in Bad Honnef deutlich machen, äußerte Bürgermeister Philipp Herzog. „Bad Honnef nimmt die Verantwortung für den Bevölkerungsschutz ernst“, so Herzog.
Örtliche Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die DLRG und der Malteser Hilfsdienst, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW), die Stadt Bad Honnef und die Sektion Bonn der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) präsentierten sich und ihre Angebote und hielten auch viele Informationen bereit.
So stellten die Malteser beispielsweise die Kurse für Kinder zum Thema „Wie verhalte ich mich im Notfall“ vor, die sie in Kooperation mit dem Amt für Bevölkerungsschutz anbieten. „Diese Kurse helfen unter anderem auch, die Angst vor Krankenwagen zu überwinden“, erklärte die Stadtbeauftragte Carina Frings. Die Kapazitäten und Vorteile der mobilen Einsatzküche, die in nur 20 Minuten betriebsbereit ist und über die pro Stunde rund 150 Einsatzkräfte oder im Katastrophenfall Bürger mit Getränken und Mahlzeiten versorgt werden können, und die im Rhein-Sieg-Kreis noch neue KATRetter-App, mit der freiwillige Helfer bei Notfällen in direkter Umgebung alarmiert werden, wurden am Stand der DRK vorgestellt. „Die KATRetter-App ist eminent wichtig, um im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Helfer zu überbrücken“, betonten die DRK-Helfer.
Notfallradios mit Solar- und Kurbelantrieb und integrierter Taschenlampe sowie vielfältige Informationen gab es bei GSP-Sektionsleiter Richard Rohde. Mit mehreren Fahrzeugen war die Feuerwehr vertreten und demonstrierte beispielsweise spezielle Schläuche, die bei Waldbrand- und Vegetationsbränden eingesetzt werden, um den Rückzugsweg zu sichern. Ob der Fülle der Informationen schwirrte dem einen oder anderen Besucher der Kopf. Doch die einhellige Meinung hieß: „Gut, dass wir da waren. Wir haben viel gelernt“.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Christa Gast aus Königswinter |