Meinungsumfrage der BHAG
E-Roller-Sharing wird zu selten genutzt
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Bad Honnef -
(den) Etwa fünf Minuten dauerte die Meinungsumfrage der Bad Honnef AG
(BHAG). Ziel der Umfrage war es, Informationen zur Akzeptanz eines
E-Roller-Sharings in der Region (Bad Honnef, Rheinbreitbach und Unkel)
zu erhalten. An der Befragung teilgenommen haben insgesamt 1.215
Personen.
Die erste Reaktion auf ein mögliches E-Roller-Sharing-Angebot in Bad
Honnef und Umgebung war laut Umfrage überwiegend positiv (rund 85
Prozent). Bei rund 600 Befragten ist die Hauptmotivation, das
E-Roller-Sharing am ehesten in der Freizeit zu nutzen – somit eher
spontan und unregelmäßig. Weniger als 400 Befragte würden den
Dienst zum Einkaufen nutzen und nur rund 240 Personen für den Weg zur
Arbeit.
Eine wichtige Frage für die BHAG war: Kann ein
E-Roller-Sharing-Angebot dazu beitragen, die Zahl der Autos, die auf
den Straßen in Bad Honnef und der Region unterwegs sind, zu
reduzieren? Laut Umfrageergebnis ist eine Verkehrsentlastung eher
unwahrscheinlich, da es nur für etwas mehr als ein Drittel der
Befragten äußerst und sehr wahrscheinlich ist, den Dienst der BHAG
nach Einführung überhaupt zu nutzen. Wäre das Angebot der BHAG
heute erhältlich, würden lediglich die Hälfte der Befragten das
Angebot ein- bis fünfmal im Monat nutzen und etwas über ein Prozent
der Befragten einmal pro Tag. Auch als Zubringer zum öffentlichen
Verkehr wird der Dienst eher nicht in Anspruch genommen, da etwa 80
Prozent der Befragten selten oder nie öffentliche Verkehrsmittel
nutzen.
Das urbane Fortbewegungsmittel scheint also für die Kleinstadt Bad
Honnef und ihre Region nicht in Frage zu kommen, auch wenn die
Mehrheit der Befragten E-Roller-Sharing mit den Worten: Flexibilität,
umweltfreundlich und eine alternative zu anderen Fortbewegungsmitteln
beschreiben.Überdies zeigt eine detaillierte Analyse der Kosten und
der Erträge eines Free-Floating-Modells durch die BHAG, dass für
einen wirtschaftlichen Betrieb tägliche Nutzungsraten erforderlich
sind, die aktuell in Bad Honnef, Rheinbreitbach und Unkel nicht zu
erwarten sind. Die BHAG wir daher vorerst von der Einführung eines
E-Roller-Sharings absehen. Ob eventuell ein stationsgebundenes Konzept
interessant sein kann, sei noch näher zu betrachten.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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