Godesberger Heimatblätter
Zeitreise durch Bad Godesbergs Geschichte
- Bezirksbürgermeisterin Feyza Yildiz und der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg, Christian Schäfer, freuen sich gemeinsam mit Dr. Iris Henseler-Unger, Bernd Birkholz und Dr. Norbert Schloßmacher über die neue Ausgabe der Godesberger Heimatblätter.
- Foto: AS
Bad Godesberg (as). Jedes Jahr im Frühling stellt der Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg (VHH) seit Jahrzehnten seine neueste Ausgabe der Godesberger Heimatblätter vor. Jetzt wurde im Haus an der Redoute die inzwischen 63. Ausgabe präsentiert. Vorgestellt wurde sie von der Vorsitzenden des VHH, Dr. Iris Henseler-Unger, dem zweiten Vorsitzenden Bernd Birkholz und Schriftleiter Dr. Norbert Schloßmacher.
Die neue Ausgabe der Godesberger Heimatblätter greift erneut zahlreiche Themen rund um Bad Godesberg auf. Autorin Dr. Pia Heckes beleuchtet das Leben von Wilhelm Birckmann, genannt Krabben OSB, der von etwa 1600 bis 1678 lebte und zeitweise Pfarrer in Rüngsdorf war. Gesondert geht Manfred Spata auf dessen mathematisches Werk „Stereometria nova“ zur Inhaltsbestimmung von Weinfässern ein. Stefan Rübenach stellt die Marienkapelle in Rüngsdorf vor, während Günter Gottmann über den Rüngsdorfer „Bunker“ berichtet. Bernd Birkholz widmet sich in zwei Beiträgen dem Kurpark, dem dortigen Tierpark sowie der Blumen- und Gartenbauausstellung von 1898.
Aus aktuellem Anlass beschreibt Dr. Iris Henseler-Unger den bürokratischen Vorgang rund um die Ernennung Godesbergs zum „Bad“ vor einhundert Jahren. Besonders berühren die von Dr. Norbert Schloßmacher verfassten Biografien von Bad Godesbergern, für die zwischen 2012 und 2024 insgesamt 76 Stolpersteine verlegt wurden. Hinzu kommt ein Beitrag von Ansgar Sebastian Klein zu Zwangssterilisationen und „Euthanasie“ in Bad Godesberg. Die verstorbene Elisabeth Plenz hinterließ dem VHH einen Text zur Siedlungsgeschichte Marienforsts zwischen 1951 und 2021. Andreas Giersberg schildert zudem die Geschichte eines Bombenabwurfs über Friesdorf im Zweiten Weltkrieg. Weitere Beiträge stammen von Christa von Düsterlho zum Thema Tänzerinnen im Wasser sowie von Gert Sommerfeldt zu „30 Jahre Deutsches Museum Bonn – Der schönste Keller Deutschlands“.
Abgerundet wird der Band durch Vereinsnachrichten und Nachrufe auf die verstorbenen Vorstandsmitglieder Jürgen Endemann und Franz Messinger. Bezirksbürgermeisterin Feyza Yildiz bezeichnete die Heimatblätter als eine großartige Zeitreise und lobte das Werk mit den Worten: „Es ist wirklich Heimat.“ Wie Dr. Norbert Schloßmacher erläuterte, dauerte die Produktion rund acht Monate. Der VHH zeigt sich dankbar für Geschichten als wichtiges Kulturgut und freut sich über Themenvorschläge für kommende Ausgaben.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Alfred Schmelzeisen aus Bad Godesberg |
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