Haus der Alfterer Geschichte
Gestalter des Dorfes

Erinnerungen an vergangene Zeiten: Antja Schäfer, Luise Wiechert, Volker Helwich, Günter Benz und Bärbel Steinkemper (von links) vom Förderverein Haus der Alfterer Geschichte drückten für die Ausstellungspräsentation nochmal die Schulbank.
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  • Erinnerungen an vergangene Zeiten: Antja Schäfer, Luise Wiechert, Volker Helwich, Günter Benz und Bärbel Steinkemper (von links) vom Förderverein Haus der Alfterer Geschichte drückten für die Ausstellungspräsentation nochmal die Schulbank.
  • Foto: fes

Alfter (fes). „Das Ortsbild Alfters hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Zwei Weltkriege, die Etablierung der ‚Bonner Republik‘, die Urbanisierung und der Strukturwandel in der Landwirtschaft zählen zu diesen Veränderungen“, erklärte Bärbel Steinkemper, Vorsitzende des Fördervereins Haus der Alfter Geschichte (HdAG).

Möglich war dieser Wandel durch Menschen, die die Weichen im Ort gestellt und die Zukunft gestaltet haben. Sie stammten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und handelten unter den Vorzeichen ihrer jeweiligen Zeit.“ Kommenden Sonntag am Maifeiertag und anlässlich der Genuss-Radtour „Alfter bewegt“ wird die neue Sonderausstellung im HdAG „Gestalter des Dorfes – Politik, Schule und Kirche“ eröffnet. Gewidmet ist diese sechs Persönlichkeiten aus den vergangenen hundert Jahren, die die Historie und die Entwicklung Alfters entscheiden prägten. Bereits vorab gaben die Kuratorinnen und Kuratoren einen Einblick in die Ausstellung, die Bärbel Steinkemper, Luise Wiechert, Antja Schäfer und Robin Huth vom Vorstand des Vereins zusammenstellten. Thomas Gebbing zeichnete für die technische Umsetzung verantwortlich. Zu sehen sind historische Fotos, Ton- und Textdokumente, aber auch rare Exponate, etwa frühere Heiligenfiguren aus der Pfarrkirche St. Matthäus.

Die Besucher können sich über Leben und Wirken von Heinrich Weiler informieren, der - unterbrochen durch die Nazi-Diktatur - zwei Mal Bürgermeister des Ortes war (1929 – 1933 und 1948 bis 1956), Hans Gimnich alias „Gimmenichs Häns“, der letzte Bürgermeister von Alfter-Ort (1961 bis 1969) vor der kommunalen Neugliederung vor 53 Jahren, Margarete Offermann, Tochter Heinrich Weilers und von 1984 bis 2001 Alfterer Ortsvorsteherin und Mitbegründerin der CDU Frauen Union, Dechant Wilhelm Bergené, der als Pfarrer von 1914 bis 1947 im Ort wirkte und sich unter anderem für den sozialen Wohnungsbau engagierte und als Initiator der Obst- und Gemüseversteigerung Alfter/Roisdorf gilt, Monsignore Dechant Josef Hoff, in dessen Amtszeit als Pfarrer von 1962 bis 1974 die Umgestaltung und Sanierung der Pfarrkirche fiel sowie Rektor Peter Braun, der als Schulleiter von 1881 bis 1921 über 50 Jahre das Schulleben in Alfter bestimmte. Er setzte sich dafür ein, dass sich die dass sich die Bildung der Kinder und die Lebenssituation der Lehrer am 0rt verbesserte.

InfoskompaktEröffnung der Sonderausstellung „Gestalter des Dorfes – Politik, Schule und Kirche“, Sonntag, 1. Mai, 10.30 Uhr (anlässlich der Frühlingsaktion „Alfter bewegt“).

Ausstellungsdauer: Bis zum 26. Juni.

Öffnungszeiten: Immer donnerstags von 17 bis 19 Uhr und sonntags von 15 bis 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Adresse: Haus der Alfterer Geschichte, zwischen Pfarrkirche und Schloss Alfter.

Weitere Infos unter www.hdag.info (fes).

Erinnerungen an vergangene Zeiten: Antja Schäfer, Luise Wiechert, Volker Helwich, Günter Benz und Bärbel Steinkemper (von links) vom Förderverein Haus der Alfterer Geschichte drückten für die Ausstellungspräsentation nochmal die Schulbank.
Seltene Exponate: Zu sehen ist unter anderem dieses Wahlplakat von Grete Offermann, die viele Bürger noch als „Engel von Alfter“ in guter Erinnerung haben. Foto: fes
Redakteur:

Frank Engel-Strebel aus Bornheim

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