Friedenstreffen
Windecker Schüler zeigen klare Haltung

Schülersprecher Tom Gatzmanga sagte nachher: „Es war sehr bewegend und eine starke Aktion mit symbolischer Kraft. Wir haben gezeigt, dass uns nicht egal ist, was passiert, dass wir diesen Krieg nicht tolerieren.“
  • Schülersprecher Tom Gatzmanga sagte nachher: „Es war sehr bewegend und eine starke Aktion mit symbolischer Kraft. Wir haben gezeigt, dass uns nicht egal ist, was passiert, dass wir diesen Krieg nicht tolerieren.“
  • Foto: Sylvia Schmidt

Windeck. Blutrausch, Schutt und Asche, das kann Putin. In großer Geschlossenheit traf sich erstmals die gesamte 1500 starke Schülerschaft aller Windecker Schulen zu einem Friedenstreffen auf dem Gelände von Kabelmetal in Schladern. Sie alle ließen ihre Stimmen zu einer werden, um ihren Willen kundzutun. „Frieden für alle“ ist ihre Forderung und Antwort auf Putins angezettelten Krieg gegen die Ukraine.

Genau darum geht es im israelischen Volkslied Hevenu Shalom Alechem, das alle zur Eröffnung anstimmten. Schülersprecher Tom Gatzmanga vom Bodelschwingh-Gymnasium fand die richtigen Worte. „Aus der eigenen Geschichte haben wir gelernt, dass Krieg nur Hass und Elend bringt.

Der Krieg gegen die Ukraine, diese Auseinandersetzung mitten in Europa, bewegt uns alle. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt, für Menschenrechte, Frieden und Demokratie. Als Schulgemeinschaft kann man Brücken bauen und Grenzen abbauen. Wir verurteilen jede gewaltsame Auseinandersetzung und stehen fest an der Seite der Menschen in der Ukraine.“ Mit lautem Beifall bedankte sich die Menge. Windecks Bürgermeisterin Alexandra Gauß war tief beeindruckt vom Engagement der jungen Menschen. Mit Tränen in den Augen musste sie sich erstmal fangen. „Ich bin total geflasht, es ist so beeindruckend von oben auf diese Menge zu schauen, es sind so viele, so laut, so klar und deutlich. Bitte gebt Euch selbst einen Applaus.“ Sie bedankte sich auch bei den vielen Unterstützern, bei VRS, Windecker Unternehmen, bei DRK und Polizei. „Die helfen uns, in anderen Ländern ist das anders.“ Zugehörig zur Generation, die vor 2000 geboren ist, hätte auch sie den Traum gehabt, frei und ohne Krieg zu leben. „Diese Illusion wurde am 24. Februar zerstört. Wir organisieren uns hier für den Frieden, es stirbt in diesem Krieg nicht der Kriegstreiber im Kreml. Wir wollen keinen Krieg: „Stop the war“.

Einige Schüler brachten in ihren Muttersprachen Friedensgrüße, die ukrainische Pianistin Oleana Terskov überbrachte solche musikalisch.

Zu John Lennons Friedenshymne „Imagine“ schickte für jede Schule ein Schulkind einen weißen Friedens-Luftballon in den Himmel.

Redakteur:

Sylvia Schmidt aus Windeck

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