Artenvielfalt erhalten
„Rettet die dunkle Biene“

Erfolgen keine Schutzmaßnahmen, werde bald die heimische Bienenrasse ganz verschwunden sein.
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Windeck - (den) „Retter die Bienen“ – aber wie? Auf einer Veranstaltung in
Zusammenarbeit mit der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) auf
der Bioimkerei Werner war die Erhaltung der Artenvielfalt bei den
Bienen das Hauptthema. In Deutschland gebe es keine einzige
funktionierende Belegstelle für die früher in Deutschland heimische
Bienenrasse. „Zum Erhalt dieser Bienenart ist somit dringend die
Ausweisung von Schutzgebieten und Belegstellen erforderlich“, so
Bioimker Hans-Joachim Werner in seinem Vortrag.

Eine Belegstelle ist der Ort, an dem für eine Bienenrasse eine
Befruchtung der Königin durch Drohnen der gleichen Rasse
sichergestellt ist. Nötig wären, um den Bestand zu erhalten, aber
mindestens für jeden Ökotyp der Dunklen Biene eine Belegstelle in
Deutschland.

In Deutschland kamen vier Ökotypen der dunklen, braunen Biene vor:
die Alpenländische Dunkle, die Pommernbiene, die (belgische) Braune
und die Heidebiene. Die Pommernbiene ist zwischenzeitlich durch
Kreuzungen verschwunden. Für Nordrhein-Westfalen sind die Ökotypen
der belgischen braunen und der Heidebiene relevant. „Zum Erhalt
dieser Ökotypen der dunklen braunen Biene in NRW wären zwei
Schutzgebiete mit einem Durchmesser von jeweils rund zehn Kilometern
erforderlich, in denen keine andere Bienenart gehalten wird“, so
Werner.

Das Verhalten der dunklen braunen Biene ist Klima und Landschaft in
der Region seit Jahrtausenden angepasst. Dank ihrer Widerstandskraft
fliegt diese Biene bei niedrigeren Temperaturen und teils sogar bei
Regen eher aus. Sie fliegt andere und mehr einheimische Blütenarten
als andere Zuchtbienen an.

Erfolgen diese Schutzmaßnahmen nicht, werde bald die heimische
Bienenrasse ganz verschwunden sein, war das Fazit des Vortrags.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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