Projekt läuft seit Mai
„Wesseling, was verbindet dich?“
- Die mobile Werkstatt am Wesselinger Rheinufer, bei der alle eingeladen sind spontan mitzumachen und selbst kleine Drucke, sogenannte „Radierungen“, herzustellen.
- Foto: Theresa Herzog/Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft
Ein Kunstprojekt für alle: Gemeinsam mit allen Interessierten wird eine Kunst-Zeitung für Wesseling gestaltet.
Wesseling (red). Seit Mai ist die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft mit einem offenen Atelier im ehemaligen Ladenlokal Palmbusch in der Kölner Straße 9 präsent. Unter dem Titel „Wesseling, was verbindet dich?“ entsteht dort bis Anfang September eine partizipative Kunstzeitung. Das Projekt lädt alle Wesselingerinnen und Wesselinger dazu ein, sich kreativ mit ihrer Stadt auseinanderzusetzen und persönliche Geschichten, Erinnerungen und Perspektiven einzubringen.
Offene Werkstatt für Erinnerungen, Ideen und Begegnung
In der offenen Werkstatt werden Beiträge gesammelt, die das Verbindende im Leben der Stadt sichtbar machen: Was hält Wesseling zusammen? Welche Orte, Begegnungen oder Erfahrungen sind für ihre Bewohner*innen besonders? Wer möchte, kann mit einer Idee, einem Foto, einem Text oder einer Erinnerung vorbeikommen. Vor Ort unterstützt das Projektteam bei der Umsetzung in eine gestalterische Form. Auch verschiedene Drucktechniken stehen zum Ausprobieren bereit.
Um möglichst viele Menschen zu erreichen, ist auch immer wieder eine mobile Werkstatt im Stadtraum unterwegs, zum Beispiel am Rheinufer, auf dem Alfons-Müller-Platz oder beim Stadtfest. So wird das Projekt über das Ladenlokal hinaus sichtbar und zugänglich.
Eine Kunstzeitung von und für Wesseling
Die Beiträge gestalten eine künstlerische Zeitung, die nicht das Tagesgeschehen dokumentiert. Sie ist vielmehr eine Sammlung dessen, was zwischen den Zeilen das Leben in Wesseling ausmacht. Geschichten, Bilder und Gedanken schaffen Raum für das Vergangene, Gegenwärtige und Zukünftige. Auf diese Weise entstehen Sichtbarkeit, Austausch und neue Perspektiven auf das Miteinander in der Stadt mitten in der Nachbarschaft und gemeinsam mit ihren Menschen.
Einladung zum Besuch in der Projektzentrale
Die Projektleiterinnen Theresa Herzog und Sonja Tucinskij betonen, dass alle eingeladen ist sich selbst ein Bild vom Projekt zu machen und vorbeizukommen. An verschiedenen Tagen finden im Ladenlokal sowie im öffentlichen Raum Aktionen mit eingeladenen Kunstschaffenden statt, immer offen für alle, die mitmachen oder einfach neugierig zuschauen möchten.
Im August sind noch besondere Aktionen geplant:
• 6. und 7. August: Bei der Aktion “Faden.Sache” mit Karin Hochstatter können vor Ort mit einer besonderen Drucktechnik aus Pappe, sogenannte Papp-Monotypien erstellt werden.
• 15. August: Eine gemeinsame “Fahrradtour nach Brühl” mit Lothar Kessel lädt dazu ein, die gewohnte Strecke zwischen den benachbarten Städten mit neuen Augen zu sehen.
• 14. Und 15. August: Beim “Wiesendrucken” mit Jutta Vollmer und Martin Schneider werden große Ideen in alter Drucktechnik auf besonders kleinem Format gedruckt.
Die Aktionen starten jeweils um 14 Uhr in der Projektzentrale. Die Projektzentrale in der Kölner Straße 9 ist bis zum 5. September wöchentlich mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Hier gibt es Raum für Gespräche, Gestaltung und spontane Ideen. Alle sind herzlich willkommen.
Über die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft
Kunstprojekte mit Veränderungspotenzial: Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft ist eine unabhängige gemeinnützige Stiftung und gehört zur Gruppe der Montag Stiftungen in Bonn. Sie engagiert sich für eine Verankerung von künstlerischen Ideen, Konzepten und Projekten in einer Gesellschaft, in der jeder Mensch die Möglichkeit hat, die vielfältigen Ausdrucksformen der Kunst kennenzulernen und ihr Potenzial für sich zu entdecken. Sie setzt sich für eine chancengerechte Gesellschaft ein, in der alle Menschen gleichermaßen an allen Kulturgütern teilhaben können. Gemeinsam mit Künstlerinnen, Künstlern und anderen Partnern führt die Stiftung partizipative Kunstprojekte durch, die sich mit gesellschaftlichen Bedingungen auseinandersetzen. Dabei bezieht sie gezielt unterschiedliche Menschen vor Ort in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit ein.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |