MM Meldung Notunterkünfte
Geförderter Wohnraum und neue Notunterkünfte
- Wohnraum ist Mangelware, auch und gerade in Wesseling. Für Menschen ohne Obdach werden neue Notunterkünfte gebaut werden, dazu kommt geförderter Wohnbau für große Familien.
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Wesseling (red). Auf dem Grundstück an der Ecke Keldenicher Straße/Eichholzer Straße im Ortsteil Keldenich baut die Stadt in den kommenden Jahren eine Notunterkunft in Verbindung mit gefördertem Wohnungsbau für Familien und Einzelpersonen. Damit hat der Rat der Stadt die Verwaltung in seiner April-Sitzung nach der Präsentation der Baupläne beauftragt.
Der Druck am Wohnungsmarkt in Wesseling ist immens, schreibt die Stadt in der Pressemitteilung. Wie im gesamten Speckgürtel der Großstädte Köln und Bonn schwappen die explodierenden Mieten ins Umland.
In Wesseling gilt die Mietpreisbremse, wie es üblicherweise eher in Großstädten der Fall ist. Viele Menschen scheitern trotzdem bei der Wohnungssuche an der Höhe der Mieten oder an der Nicht-Verfügbarkeit ausreichend großer Wohnungen für mehrköpfige Familien - oft schon ab zwei Kindern. Gerade Familien mit niedrigem Einkommen und drei Kindern sind von Obdachlosigkeit bedroht. „Die Aktivitäten des freien Wohnungsbaus werden dem eklatanten Wohnraummangel in unserer Stadt nicht gerecht. Zudem sind Teile der städtischen Unterkünfte baufällig und langfristig nicht mehr haltbar. Deshalb hat die Stadt selbst das Heft des Handelns in die Hand genommen und es sich zur Aufgabe gemacht, Wohnraum zu schaffen. Ich bin froh, dass der Rat das in großer Einigkeit mitträgt“, so Erster Beigeordneter Matthias Neeser, unter anderem zuständig für Soziales und Wohnen.Die bestehenden Wohnhäuser am Standort Keldenicher Straße sind baufällig und werden abgerissen, eines steht bereits leer, eines ist auch jetzt eine städtische Obdachlosenunterkunft. Hier entsteht ein dreigeschossiges Gebäude mit acht kleinen Appartements für Einzelpersonen und zwei größere Familienappartements als Obdachlosenunterkünfte.
„Unser Ziel ist die gesellschaftliche Einbindung der Menschen, die in die Obdachlosigkeit geraten sind. An diesem Standort sind sie inmitten eines lebendigen Ortsteils. Die Unterkünfte dienen als Zwischenstopp, um mit Hilfe und Betreuung den Schritt in die eigene Wohnung zu schaffen und letztendlich in sozialer Unabhängigkeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, erläutert Neeser. „Deshalb wird auch eine sozialarbeiterische Betreuung am Objekt sichergestellt, die die Bewohnerinnen und Bewohner dabei unterstützt.“
Die Eckbebauung wird öffentlich geförderter Wohnungsbau mit insgesamt acht Wohneinheiten sein. Die Zielgruppe sind große Familien. Selbstverständlich sind beide Gebäudeteile barrierefrei.
Die Keldenicher Straße und die Eichholzer Straße sind Hauptverkehrsachsen der Stadt.
Hier schafft die Stadt nun Wohnraum und zugleich würde der Bereich optisch aufgewertet und belebt. Geplant ist eine moderne Architektur mit klaren Formen und einer freundlichen Farbgebung, sodass das städtebauliche Erscheinungsbild an diesem Standort deutlich verbessert werden könne.
Die Planungs- und Baukosten für das Projekt belaufen sich nach aktueller Schätzung des beauftragten Architekturbüros auf rund 3,9 Millionen Euro.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |