Starkregensaison
Die Wettervorhersage gut beobachten
- Ein Archivfoto aus 2021: Der Starkregen lief am Kronenweg aus der Böschung in die Unterführung.
- Foto: Montserrat Manke
Starkregen in Wesseling: EWB raten zu vorbeugenden Schutzmaßnahmen
Wesseling (red). Viele Wesselingerinnen und Wesselinger – vor allem im Bereich Gleiwitzer Straße, Hessenweg, Kettelerstraße, Unterdorfstraße, Auf dem Radacker und am Pumpwerk Im Dich – kennen aus den vergangenen Jahren die Folgen von Starkregenereignissen. Überschwemmungen können Grundstücke und Gebäude an Bachläufen, aber auch inmitten der Bebauung betreffen und erhebliche Schäden am Eigentum anrichten.
Die Kanalisation ist für die Aufnahme der Wassermassen, die bei Starkregen niedergehen, nicht ausgelegt.
Die Stadt macht darauf aufmerksam, dass die ersten Projekte aus dem Maßnahmenpaket Starkregen der Entsorgungsbetriebe Wesseling (EBW) bereits abgeschlossen sind und an den weiteren würde mit Hochdruck gearbeitet.
Davon unbenommen raten die EBW vor allem denjenigen Bürgerinnen und Bürgern, die in für Überschwemmungen anfälligen Straßen wohnen, in den kommenden Wochen und den Sommermonaten die Wettervorhersagen noch eingehender zu verfolgen als sonst und vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Die private Überflutungsvorsorge sei dabei elementar wichtig und dürfe nicht vernachlässigt werden. Informationen zu Rückstausicherung und Starkregenvorsorge mit Starkregengefahrenkarten sind auf www.stadtwerke-wesseling.de unter „Abwasser“ und „Starkregenvorsorge“ zusammengestellt.
Abgeschlossene Maßnahmen und was noch passiert
Um Schäden vorzubeugen, haben die EBW einige Baumaßnahmen auf den Weg gebracht, beziehungsweise bereits abgeschlossen. Der Starkregenschutz An der Alten Mühle in Wesseling-Berzdorf tut seit 2020 seinen Dienst. Als weitere Maßnahmen wurden Auffanggräben und ein Becken am Hessenweg in Wesseling-Keldenich errichtet, die die angrenzende Wohnbebauung vor Überflutungen schützt sowie ein Schieber im Kanalnetz installiert, der das Rheintalquartier am Westring in Wesseling-Mitte vor Rückstau aus dem Netz bewahrt.
In Urfeld wurde der Kanal in der Straße Auf dem Radacker aufgeweitet und ein Drosselbauwerk errichtet, das den Abwasserzufluss in die Waldsiedlung begrenzt.
Die größte Maßnahme der EBW ist nach wie vor die Errichtung des Regenrückhaltebeckens an der Rodenkirchener Straße in Keldenich. Das sich im Bau befindliche unterirdische Regenrückhaltebecken hat ein Fassungsvermögen von 5.000 m³ und soll das Rückhaltevolumen innerhalb des Kanalnetzes vergrößern. Anschließend wird über dem Becken eine multifunktionale Fläche gestaltet, die bei extremen Regenereignissen zusätzliche Wassermassen aufnehmen kann.
Das Projekt Regenrückhaltebecken Rodenkirchener Straße ist eine von vier zusammenhängenden Maßnahmen mit einer Projektsumme von etwa 10 Mio. Euro für den Bereich Unterdorfstraße und Eichholzer Straße.
Die übrigen drei Maßnahmen optimieren im Anschluss an den Beckenbau die Kanäle, die dorthin führen. Mit der Planung weiterer Maßnahmen, wie zum Beispiel im Bereich des Palmersdorfer Baches, ist bereits begonnen worden.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |