Der Großmarkt bleibt ein Dauerbrenner
Alles auf Anfang?

Der Großmarkt in Raderberg soll nach Marsdorf verlegt werden, da auf seinem Gelände ein Teil der Parkstadt Süd entstehen soll. Die Fläche in Marsdorf ist nach dem neuen Ratsbeschluss zu klein, als dass alle Händler mitkönnten.
  • Der Großmarkt in Raderberg soll nach Marsdorf verlegt werden, da auf seinem Gelände ein Teil der Parkstadt Süd entstehen soll. Die Fläche in Marsdorf ist nach dem neuen Ratsbeschluss zu klein, als dass alle Händler mitkönnten.
  • Foto: Broch

Viele Fragen, kaum Antworten: So lässt sich das Ergebnis der Aktuellen Stunde zusammenfassen, die die FDP-Fraktion zum Sachstand Großmarkt-Umzug beantragt hatte.

von Stephanie Broch

Raderberg. Im vergangenen Dezember hatte der Rat der Stadt Köln beschlossen, die für den Großmarkt vorgesehene Fläche in Marsdorf um gut die Hälfte zu verkleinern, auf zehn statt der geplanten 20 Hektar. Die frei gewordene Hälfte soll der 1. FC Köln bekommen. Die Konsequenzen dieser Entscheidung wollten die Lokalpolitiker genauer wissen und hatten Vertreter der Fachverwaltung in die Sitzung eingeladen. „Es werden nicht alle Händler mit umziehen können. Wie wird die Fläche verteilt? Wer zuerst kommt, mahlt zuerst? Nach dem Losprinzip? Da hängen Arbeitsplätze dran, Existenzen, Familien“, zeigte sich Karl Wolters, FDP, entsetzt. Das blieben nicht die einzigen Fragen: Wie soll der Großmarkt auf der so verkleinerten Fläche funktionieren, wann liegt dafür ein Konzept vor? Inwieweit verzögert sich dadurch die Parkstadt Süd, die auf dem derzeitigen Großmarktgelände in Raderberg entstehen soll?

„Wir brauchen diese Wohnungen, Schulen und Kitas, die dort gebaut werden sollen“, so die Lokalpolitiker. „Das können wir im Moment noch nicht sagen. Wir stehen bei der Planung in vielen Dingen wieder vor der ersten Stufe“, erklärte Julien Möller-Wimberg vom Liegenschaftsamt. Auch Alexander Nottebrock vom Dezernat für Stadtentwicklung musste passen. Die Verwaltung hatte im Auftrag des Rats im vergangenen Jahr ein Konzept für die

25 Hektar große Fläche entwickelt. Das sei wegen der Umentscheidung des Rates im Dezember hinfällig, bedauerten die beiden. „Das ist die Voll-Katastrophe! Da wurden jede Menge Zeit und Kohle in den Sand gesetzt!“, rief Elisabeth Sandow, SPD. „Das wird kein moderner Großmarkt, und es wird ein Hauen und Stechen unter den Händlern geben, wer mitkann“, meinte Michael Rieke, Sprecher der IG der Großmarkthändler. Zusammen hatten diese mit der Verwaltung das nun hinfällige Konzept für die Verlagerung ausgearbeitet. „Der FC will nicht mal dorthin. Es ist Wahnsinn“, ärgerte er sich.

Redakteur:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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