Mobile Sanitätsstation
Mobile Sanitätsstation für den Ernstfall
- Vorstellung der neuen mobilen Sanitätsstation des Deutschen Roten Kreuzes in Denklingen
- Foto: Michael Kupper
Denklingen. Die erste mobile Sanitätsstation im Kreisgebiet wurde in Denklingen vorgestellt. „Eine solche Station ist wichtig für medizinische Notfälle bei den verschiedensten Veranstaltungen“, betonte Planungsdezernent Frank Herhaus, Vorsitzender des Trägervereins der Leader-Region Oberberg. Meist hätten die Mitarbeiter des Sanitätsdienstes ansonsten keine Aufenthaltsmöglichkeiten und nicht optimale Behandlungsmöglichkeiten. Er unterstrich, dass dieses Projekt nach der Antragstellung im April 2024 durch den DRK Ortsverein Wiehl-Reichshof bei dem Auswahlgremium sofort auf positive Resonanz gestoßen sei.
Reichshofs Bürgermeister Jan Gutowski zeigte sich erfreut darüber, dass auch in Zeiten von Zentralisierungen das Deutsche Rote Kreuz einen Stützpunkt in Denklingen unterhalte. Er erinnerte sich an einen der ersten Einsätze, wo sich die Station an den Schneewochenenden auf dem Blockhaus bereits bewährt hatte: „Glücklicherweise gab es nur kleine Blessuren, aber der Wagen ist klasse zum Aufwärmen.“
DRK-Ortsvereinsvorsitzender Christian Köhn demonstrierte gemeinsam mit seiner Kollegin Claudia Lenk die Vorteile der Mobilstation: „Die Idee ist in einem Bauwagen auf dem Blockhaus entstanden.“ Der Wagen war kaum beheizbar und er bot nur Platz zum Sitzen, Behandlungen seien nicht möglich gewesen: „Das war alles suboptimal.“ Der neue Anhänger ist zweigeteilt in Aufenthalts- und Behandlungsraum. Beide sind beheizbar für Wintereinsätze, klimatisiert für den Sommer und gut beleuchtet. Zahlreiche Schränke können mit Sanitätsmaterial bestückt werden. Eine Rampe am Ende ermöglicht den direkten Transport in einen Rettungswagen ohne Umbettung.
Haupteinsatzschwerpunkt sind Sanitätswachdienste bei größeren Veranstaltungen. Ausgerüstet ist der schwere Anhänger zudem mit einem elektrisch betriebenen „Mover“. Köhn ist begeistert: „Damit können wir die Station an Stellen rangieren, wo wir sie mit dem Auto niemals abstellen könnten.“
Gefördert wurde der Zwei-Tonnen-Anhänger im Wert von knapp 84.000 Euro mit gut 55.000 Euro von Leader „1000 Dörfer – Eine Zukunft“. Weitere 15.000 Euro hatte die Wiehler Sozialstiftung beigesteuert, 5000 Euro die Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln. Auch die Gemeinde Reichshof hatte sich mit 2500 Euro an dem Projekt beteiligt.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Michael Kupper aus Reichshof |