Das Ende der Hundstage
In den Sozialbetrieben wurde zum 45. Mal das Annafest gefeiert

Beim Annafest gab es unter anderem viel zu schauen und zu stöbern. Wer wollte, konnte sich auch einfach ein schattiges Plätzchen suchen und der Musik lauschen.
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  • Beim Annafest gab es unter anderem viel zu schauen und zu stöbern. Wer wollte, konnte sich auch einfach ein schattiges Plätzchen suchen und der Musik lauschen.
  • Foto: Schriefer
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Riehl - (rs) Der Namenstag der Heiligen Anna ist am 26. Juli, der auch der
Beginn der Hundstage ist, unter denen ganz Deutschland gerade gelitten
hat. Die Heilige Anna wird als Mutter der Muttergottes verehrt und ist
im Laufe der Zeit Schutzpatronin gegen Gewitter, für Bergleute und
für Handels- und Gewerbetreibende geworden. Eines der größten
Volksfeste in Deutschland ist die Annakirmes in Düren, die seit 1501
gefeiert wird, als der Überlieferung nach der Kopf der Heiligen Anna
von Mainz nach Düren verbracht wurde. Aus der Wallfahrt zur
Annakirche hat sich dieses große Volksfest entwickelt.

Die Sozial-Betriebe-Köln (SBK) sind bereits vor 45 Jahren auf den
Anna-Zug aufgesprungen. Allerdings wird es hier nicht zu Beginn der
Hundstage Ende Juli gefeiert, sondern eher zum Ende der Hitzeperiode,
nämlich erst Mitte August. Ähnlich wie die Annakirmes in Düren
trägt auch das Annafest in Riehl jahrmarktähnliche Züge. Denn dort
stellen unter anderem die Werkstätten der gemeinnützigen Einrichtung
der Stadt für Senioren ihre Produkte aus.

Zwar ist das Annafest in Riehl bei weitem nicht so groß wie die
Annakirmes in Düren mit ihren etwa eine Millionen Besuchern. „Aber
wir haben immerhin auch fast 3.000 Gäste“, sagt Gabriele Patzke,
Geschäftsführerin der SBK. Denen wurde ein buntes Programm geboten,
unter anderem mit einer Kopfhörer-Disco und einer Schlagerparty. Das
Duo „Walkin‘ Shoes“ spielte, unterstützt von elektronischen
Beats und Instrumenten, Lieder aus den 60er Jahren, die viele Besucher
zum leisen Mitsingen animierten.

Heute 80-Jährige konnten sich offenbar noch gut an das „Girl aus
Mendocino“ erinnern und haben den Text des 1969 von Michael Holm
interpretierten Liedes leise mitgesungen. Zumindest konnte das anhand
der Lippenbewegungen vermutet werden. „Unser Annafest ist ein Fest
für alle Bewohner, für deren Angehörige, für unsere Mitarbeiter
und auch für Nachbarn aus Riehl“, sagte Gabriele Patzke. Und
offenbar auch für jeden Geschmack. Denn unter den vielen
internationalen Gerichten, die hier gekostet werden konnten, waren
auch solche für Veganer.

Wer Lust hatte zu tanzen, konnte das entweder zur Livemusik, zur
Kopfhörer-Disco oder zur Leierkastenmusik von Willibald Vogt. Wer
lieber zuschaute, wie andere das Tanzbein schwangen, hatte dazu die
Gelegenheit, als die von Erika Dehne-Wolter geleitete
Seniorentanzgruppe auftrat. Dazu mussten die Besucher allerdings in
den Festsaal gehen. Denn wegen der noch immer währenden Hundstage
tanzten die Senioren lieber im klimatisierten Saal als draußen in der
Hitze des Tages.

Das Annafest hatte keinen guten Start gehabt, verriet Gabriele Patzke.
„Wir hatten am Tag zuvor die Zelte aufgestellt, aber eine Windbö
hat alle Planen weggeweht.“ Deshalb mussten die Mitarbeiter der SBK
morgens noch einmal ran und alles wieder neu aufbauen.

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RAG - Redaktion

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