Longericher Pläne
GAG stellte Projekt zur nachhaltigen Stromerzeugung vor

Klimaschutz-Minister Johannes Remmel (Mitte l.) und GAG-Vorstand Uwe Eichner (Mitte r.) präsentieren die Urkunde der “1000 Schritte”, mit der das Projekt ausgezeichnet worden war.
  • Klimaschutz-Minister Johannes Remmel (Mitte l.) und GAG-Vorstand Uwe Eichner (Mitte r.) präsentieren die Urkunde der “1000 Schritte”, mit der das Projekt ausgezeichnet worden war.
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LONGERICH - (cd). Die GAG, größte Wohnungsbaugesellschaft und Vermieterin in
Köln, ist nun auch unter die Energieerzeuger gegangen: In einem
Neubau der GAG in der Heinrich-Hoerle-Straße wurde das Projekt
“Veedel Energie” vorgestellt - “Mieterstrom”, der direkt vor
Ort für die Verbraucher im Gebäude selbst erzeugt wird.

Das Projekt hatte auch das Interesse des Klimaschutz-Ministers von
NRW, Johannes Remmel, erweckt, der sich im Rahmen einer Tour durch das
ganze Bundesland vor Ort über “Veedel Energie” informierte.

Das Herz der Anlage ist ein Blockheizkraftwerk im Heizungskeller des
Neubaus. Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Otto-Mottor
und verbrennt Erdgas, womit es Strom erzeugt. Die Abwärme der Anlage
geht nicht verloren, sondern wird genutzt, um die Heizung zu betreiben
und Wasser zu erwärmen. Durch diese Kraft-Wärme-Kopplung erreicht
die Anlage einen Wirkungsgrad von 95 Prozent - herkömmliche
Großkraftwerke erreichen nur etwa 41 Prozent. “Man sieht es nicht
von außen, aber sie haben hier im Grunde einen Porsche im Keller
stehen”, schwärmte der Klimaschutz-Minister.

Durch den Wirkungsgrad schont die Anlage die Umwelt, doch sie bietet
den Mietern auch selbst Vorteile: “Da der Strom vor Ort erzeugt
wird, entfallen die sonst üblichen Netznutzungsgebühren, wodurch die
Mieter Stromkosten von bis zu 100 Euro im Jahr einsparen können”,
sagte Florian Ellenbürger, der Leiter des Projekts. Ob sie ihren
Strom aus dem eigenen Haus beziehen, oder ob sie bei ihrem
angestammten Versorger bleiben, ist den Mietern selbst überlassen –
Die Formalitäten des Wechsels übernimmt allerdings die GAG für die
Mieter. “Man muss Hürden abbauen”, lobte Remmel. ”Menschen sind
bequem und wechseln ungern ihren Anbieter – man muss es ihnen
schmackhaft machen.” Für die innovative Technik wurde das Projekt
auch von der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet: Deren Geschäftsführer
Wolfgang Jung war vor Ort, um das Projekt in die “1.000
Schritte”-Initiative aufzunehmen, die den Weg in eine
klimafreundliche Zukunft weisen soll. Als eines von vielen lokalen
Projekten zum Klimaschutz wurde “Veedelenergie” als 176.
“Schritt” aufgenommen.

Weitere Anlagen dieser Art erzeugen bereits in GAG-Häusern in
Mauenheim, Porz und Meschenich Strom für insgesamt 300 Wohnungen.
“Bis 2018 peilen wir an, 800 Wohnungen mit Veedel-Strom versorgen zu
können”, hofft Ellenbürger.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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