Schlüsselübergabe Schulzentrum Nord
„Wir sind komfortabel fertig geworden“
- Vertreter der Stadt, Architekten und Bauausführende.
- Foto: Bracker
- hochgeladen von Irmgard Bracker
Mit der symbolischen Schlüsselübergabe ist der Erweiterungsbau des Schulzentrums Nord abgeschlossen worden. Vertreter der Stadt mit Bürgermeister Matthias Großgarten, des Generalunternehmers Bauwens sowie der beteiligten Architekturbüros kamen zusammen. So kann nun die Stadtverwaltung die Arbeiten im Innenbereich, wie Internetanschlüsse einrichten und Mobiliar einbringen, ausführen. Bereits Anfang Mai war das Projekt förmlich abgenommen worden. Damit endet die Bauphase des bislang größten Bauvorhabens in der Geschichte der Stadt.
Der Neubau ergänzt den bestehenden Standort an der Kopernikusstraße um ein sechszügiges Schulgebäude, eine dreiteilige Mehrzweckhalle und eine neue Mensa. Auf rund 16.700 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ist ein zusammenhängender Schulcampus entstanden, dessen Gebäude über ein gemeinsames Foyer verbunden sind. Das Schulgebäude umfasst 11.000 Quadratmeter, hinzu kommen 4.300 Quadratmeter Sporthalle und gut 1.300 Quadratmeter Mensa mit 384 Sitzplätzen.
Konzipiert ist die Schule für rund 900 Schüler. Sie bietet moderne Lernstrukturen mit sogenannten Clustern statt klassischer Klassenräume. Mehrere Räume sind zu Einheiten zusammengefasst und ermöglichen unterschiedliche Lernformen. Zentrale Begegnungsflächen fördern den Austausch.
Auch funktional und technisch setzt das Schulzentrum neue Maßstäbe. Die Mensa ist mit moderner Cook-and-Chill-Küche ausgestattet, die Energieversorgung basiert auf einem Konzept mit Photovoltaik, Geothermie und Wärmepumpen. Ziel: ein langlebiger und energieeffizienter Bau.
Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen, etwa durch den hohen Grundwasserspiegel und die parallele Arbeit zahlreicher Gewerke - teils arbeiteten 148 Handwerker gleichzeitig - konnte das Projekt im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen von rund 90 Millionen Euro umgesetzt werden. Von der Grundsteinlegung bis zur Fertigstellung vergingen etwas mehr als zwei Jahre. Verantwortliche betonten dabei die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, insbesondere mit regionalen Handwerksbetrieben.
Die Außenanlagen mit neu gestaltetem Schulhof, Aufenthaltsbereichen und Fahrradstellplätzen werden derzeit fertiggestellt. Pünktlich zum Schulbeginn Anfang September soll das gesamte Schulzentrum vollständig genutzt werden können.
Mit dem Neubau erhält Niederkassel eine moderne und langfristig ausgelegte Bildungsinfrastruktur, die den steigenden Schülerzahlen gerecht wird und neue pädagogische Möglichkeiten eröffnet.
Übrigens - für das Projekt musste kein neuer Hausmeister eingestellt werden. Die Stadt Niederkassel arbeitet auch in diesem Bereich kostenorientiert, hat das "Hausmeistersystem" umgestellt und die für die Stadt tätigen zu einem "Pool" zusammengefasst, so dass die Einsatztätigkeiten besser und effizienter koordiniert werden können.
Redakteur/in:Irmgard Bracker aus Niederkassel |
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