Kennenlernfest für ukrainische Flüchtlinge
Eine Plattform für Freundschaften

Stellvertretend für die vielen Helfer und ukrainischen Gäste: Dzanna (9 Jahre) mit Schwesterchen Sikra (3 Jahre) und Matthias Ferring (InterKultur, vo., v.l.), dahinter Julia Livitska, Diakon Norbert Klein, Amar und Helda Kakos (InterKultur), „Nour“, Bürgermeister Stephan Vehreschild, Franz Schellenberger (InterKultur) und ukrainische Mütter (v.l.).
  • Stellvertretend für die vielen Helfer und ukrainischen Gäste: Dzanna (9 Jahre) mit Schwesterchen Sikra (3 Jahre) und Matthias Ferring (InterKultur, vo., v.l.), dahinter Julia Livitska, Diakon Norbert Klein, Amar und Helda Kakos (InterKultur), „Nour“, Bürgermeister Stephan Vehreschild, Franz Schellenberger (InterKultur) und ukrainische Mütter (v.l.).
  • Foto: Mülhausen

Lülsdorf. Seit einigen Monaten leben ukrainische Familien in Niederkassel, die teilweise noch in Behelfsunterkünften, größtenteils aber privat untergebracht sind. Um die Familien, die verstreut im ganzen Stadtgebiet wohnen, untereinander bekannt zu machen, hatte die kirchliche Integrationsinitiative „InterKultur“ die Neubürger zum gegenseitigen Kennenlernen in die St. Emmaus-Kirche eingeladen.

Nach kurzer Begrüßung durch „Hausherrin“ Pfarrerin Katharina Stork-Denker und InterKultur-Mitorganisator Franz Schellenberger hieß auch Stadtchef Stephan Vehreschild die ukrainische Gemeinde „auf‘s herzlichste Willkommen“.

Rasch ging man bei einem großen Angebot an ukrainischen Getränke- und Essensspezialitäten zum eigentlichen Zweck der Veranstaltung über. Wie leicht festzustellen war, wurden eifrig Erlebnisse und Neuigkeiten aus der Heimat ausgetauscht und so neue Bekanntschaften geknüpft.

Die lockere Atmosphäre ließ bei vielen Menschen für einen Moment die Erlebnisse in der Heimat vergessen. Insbesondere die Kinder finden sich schon gut zurecht. So geht die neunjährige Dzanna seit zwei Monaten in die Schule und hat bereits einen kleinen Grundwortschatz aufgebaut. Sie ist mit ihrer sechsköpfigen Familie und dem Nötigsten aus Kiew mit dem Auto nach Deutschland gekommen. Natürlich vermisst sie ihre Freundinnen, mit denen sie nur sporadisch Kontakt aufnehmen kann.

Auch Julia Livitska, die mit Ehemann und Sohn in Mondorf privat untergekommen ist, hat sich gut eingelebt: „Grundsätzlich war der Anfang dank der Unterstützung durch die Bevölkerung relativ einfach. Natürlich stellt die Sprache noch ein Problem dar. Doch wir lernen fleißig, um auch diese Hürde zu nehmen. Die Möglichkeit, unsere gewohnten Nahrungsmittel und Getränke in russischen Supermärkten der Region zu kaufen, hat uns das Einleben ebenso erleichtert wie die Möglichkeit, sich über das Internet über die Situation in der Ukraine informieren können“.

InterKultur-Mitorganisator Franz Schellenberger freute sich über den zahlreichen Besuch und dankte den rund 100 ehrenamtlichen Helfern für ihre Unterstützung. Freiwillige Helfer werden weiterhin gebraucht. Als Leiter der Arbeitsgruppe „Sprach- und Lernkurse“ wünscht er sich, „dass entsprechende Kurse, die bisher privat von uns geleistet werden, durch die VHS Troisdorf-Niederkassel direkt vor Ort in Niederkassel angeboten werden und nicht nur in Troisdorf, was den Aufwand für die Ukrainer deutlich verringern und die Motivation an den Kursen deutlich erhöhen würde.“

Ein anderes Angebot von InterKultur ist die Unterstützung bei der Arbeitssuche. Leiter dieser Arbeitsgruppe ist Manfred Höfer, der optimistisch ist, hierbei effektiv helfen zu können: „Um zu verhindern, dass Arbeitgeber nach kurzer Zeit wieder auf ihren Mitarbeiter verzichten müssen, wird vorab mit Arbeitswilligen geklärt, ob sie dauerhaft in Deutschland bleiben möchten. Falls dies der Fall ist, erhöht dies die Bereitschaft seitens der Unternehmen zur Einstellung. Es gibt jedoch auch Unternehmen, die ohne feste zeitliche Zusage ukrainische Arbeiter einstellen“.

Weitere Informationen und InterKultur-Ansprechpartner finden sich unter www.interkultur-niederkassel.de.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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