Ukrainehilfe
Hilfsgruppe Eifel unterstützt Kinderprojekt in der Ukraine
- Winfried Dederichs (links) und Reinhard Kirch (rechts) übergaben die 15 Hilfeleistungseinheiten in Köln an das „Blau-Gelbe Kreuz“, die den Transport der Hilfsgüter in die Ukraine sicherstellen.
- Foto: Hilfsgruppe Eifel und Rumänien-Sunshine
Die Hilfsgruppe Eifel e.V. unterstützt gemeinsam mit Rumänien-Sunshine e.V. ein Kinder- und Familienprojekt in der Ukraine.
„Du kannst die Welt nicht retten“ – diesen Satz kennt wohl jeder. Dennoch vertreten die Beteiligten die Auffassung: Wenn viele Menschen helfen und jeder einen Beitrag leistet, kann viel erreicht werden. Die täglichen Bilder des Angriffskrieges zeigen nur einen Teil der Not in den betroffenen Gebieten. Viele Menschen leben insbesondere in der kalten Jahreszeit ohne Strom, Wasser und Heizung.
Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, ein Projekt ins Leben zu rufen, das zumindest einigen Familien mit Kindern das Leben etwas erleichtert. Gemeinsam beschlossen die beiden Hilfsorganisationen, 15 Hilfeleistungseinheiten bereitzustellen. Jede Einheit besteht aus einem Notstromaggregat, zwei Heizlüftern, einer Kabeltrommel, einer Kabellampe sowie einer aufladbaren Handlampe mit Lademöglichkeit und Powerbank.
Damit soll es in der frostigen Jahreszeit möglich sein, ein bis zwei Zimmer zu beheizen und zu beleuchten, zu kochen oder Elektrogeräte zu betreiben, um beispielsweise Nachrichten empfangen zu können. Ziel ist es, die Not der betroffenen Familien zumindest etwas zu lindern.
Da die Transportkosten für die schweren Aggregate und das Zubehör nahezu so hoch gewesen wären wie deren Anschaffung, entschieden sich die Verantwortlichen, den Transport über das Blau-Gelbes Kreuz in Köln abzuwickeln. Die Organisation fährt nach eigenen Angaben mindestens einmal wöchentlich in das Krisengebiet. So soll sichergestellt werden, dass die Hilfsgüter ihr Ziel erreichen.
Bei der Übergabe der Hilfsgüter durch Winfried Dederichs und Reinhard Kirch in Köln wurde ein stark beschädigter Rettungswagen sichtbar – ein Zeugnis des Krieges. Nach Angaben vor Ort wurde der Wagen von einem Militärfahrzeug gerammt. Der Fahrer Serghii sowie der Rettungssanitäter Oleksandr kamen dabei ums Leben. Die Ärztin Viktoria wurde verschleppt, ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.
Die Beteiligten berichten zudem, dass Krankenwagen gezielt angegriffen würden und im Durchschnitt nur eine Einsatzdauer von drei Monaten hätten. Fahrzeuge, die eigentlich Leben retten sollen, würden so selbst zur Zielscheibe. Dies sei nur ein Beispiel von vielen.
Gerade deshalb, so die Organisatoren, sei es wichtig, weiterhin zu helfen. „Gemeinsam sind wir stark.“
LeserReporter/in:Ruben Bartsch aus Köln |