Projekt „PferdeStärken“
Benefizkonzert junger Pianisten überzeugte
- Susanna Görres-Metzger (mit Mikro) bedankt sich (v. li.) bei den jungen Pianisten, Florian Koltun, Dr. Wolfgang Köhler (Rotary Club Euskirchen) und Thomas Kreyes (Vogelsang ip).
- Foto: Rita Witt
Begeistertes Publikum im Panoramaraum auf Vogelsang IP unterstützte das vom Rotary Club Euskirchen initiierte Projekt „PferdeStärken“ für die von der Flut betroffene St.-Nikolaus-Schule Kall – Lehrer*innen und Schüler*innen begeisterten im Foyer mit einladender Atmosphäre.
Euskirchen/Schleiden (red). Vogelsang IP. Florian Koltun, weltweit bekannter Konzertpianist, hatte mit den „Young Talents“ drei junge chinesische Künstler nach Vogelsang geholt, die Preisträger des Internationalen Musikfestivals Lanzhou sind. Wenbo Zheng, Tianju Liao und Xiaobao Ma (13 bzw. 23 Jahre) können trotz ihres jungen Alters bereits diverse Auftritte in Asien, Europa und den USA vorweisen. Sie studieren zurzeit am China Conservatory of Music in Peking sowie an der Juilliard School in New York.
Gespielt wurden Werke von Georg Friedrich Händel, Franz Liszt, Ludwig van Beethoven, Sergej Rachmaninow und – wie Florian Koltun, der durch das Programm führte, erklärte – vom „Vater der klassischen Musik“, Johann Sebastian Bach. Die jungen Musiker überzeugten mit ausdrucksstarkem Spiel und wechselten gekonnt schnelle, voluminöse Passagen mit zarten melodischen Abschnitten. Florian Koltun moderierte kurzweilig durch das Programm und informierte das Publikum über Details zu den berühmten Komponisten und deren Kompositionen.
Robert Schumann (geb. 8. Juni 1810) beispielsweise versuchte, seine Finger mit einer selbst entwickelten „Maschine“ zu stärken, um dem Pianisten in der damaligen Zeit abverlangten Pensum gerecht zu werden. Das Experiment ging schief: Zwei Finger wurden steif. Mozart hingegen „recycelte“ gerne Stücke, um die von ihm geforderte Anzahl an Kompositionen erreichen zu können. In Zeiten, als es das Internet noch nicht gab, fiel es nicht auf, dass dasselbe Werk einmal in den Niederlanden und einmal in Österreich uraufgeführt wurde.
„Es war das erste Klavierkonzert, das unsere Schüler*innen erleben durften“, freute sich Susanna Görres-Metzger über die gelungene Premiere. Die Konrektorin der St.-Nikolaus-Schule zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der jungen chinesischen Pianisten und bedankte sich bei allen, die die Durchführung des Konzerts ermöglicht hatten. Sie und ihr Team bezauberten die Konzertbesucher im Foyer des Panoramaraums mit selbst gebackenen Leckereien, schönen Weihnachtsutensilien und Informationen zum Projekt des tiergestützten Bewegungsangebotes für die Schüler*innen.
Redakteur/in:Ruben Bartsch aus Köln |
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