Vorfälle am Flughafen und am Hauptbahnhof
Munition im Handgepäck, Passfälschung und Haftbefehle vollstreckt
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Die Bundespolizei am Flughafen Köln/Bonn und in der Kölner Innenstadt hat am Wochenende sowie zu Wochenbeginn eine Reihe von Vorfällen abgearbeitet – von vergessener Munition im Handgepäck über eine professionell gefälschte Urkunde bis hin zu mehreren Haftbefehlen und Verstößen gegen eine Allgemeinverfügung.
Am 16. November 2025 kontrollierten Einsatzkräfte im Terminal 1 einen 50-jährigen deutschen Reisenden, nachdem bei der Luftsicherheitskontrolle auf Spur 12 acht Patronen im Handgepäck des Mannes entdeckt worden waren. Er erklärte, die Munition versehentlich in der Tasche vergessen zu haben; eine gültige Waffenbesitzkarte besitzt er. Die Bundespolizei leitete ein Verfahren nach dem Luftsicherheitsgesetz ein und prüft zusätzlich einen Verstoß gegen waffenrechtliche Aufbewahrungspflichten. Die Patronen wurden sichergestellt, der Mann belehrt – anschließend durfte er seinen Flug nach Antalya antreten. Die Bundespolizei mahnt erneut, Handgepäck vor jeder Reise gründlich zu prüfen.
Am selben Tag stießen Beamte bei einer regulären Ausreisekontrolle am Flughafen auf eine aufwendig gefälschte Urkunde. Eine Reisende legte einen angeblich britischen Reisepass vor, der sich bereits bei der ersten Prüfung als Fälschung herausstellte. Die Frau wurde zur Identitätsklärung auf die Dienststelle gebracht; Hinweise deuten darauf hin, dass sie zuvor mit verschiedenen Identitäten in Europa unterwegs war. Nach Sicherstellung des Passes äußerte sie ein Asylbegehren. Sie erhielt eine Anlaufbescheinigung für die zuständige Landeserstaufnahmeeinrichtung und wurde entlassen.
Bereits am Wochenende gingen der Bundespolizei in Köln zwei per Haftbefehl gesuchte Männer ins Netz. Am Samstag (15. November) kontrollierten Beamte im Kölner Hauptbahnhof einen 35-jährigen Kameruner, gegen den ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Köln wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vorlag. Weil er die verhängte Geldstrafe von 900 Euro nicht zahlen konnte, wurde er festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt gebracht, wo er nun 90 Tage Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt.
In der Nacht zu Sonntag (16. November) überprüften Einsatzkräfte am Bahnhof Köln Messe/Deutz einen 30-jährigen Polen. Auch er wurde gesucht – per Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Aachen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Da er die ausstehende Geldstrafe von 2.750 Euro nicht begleichen konnte, erwartet ihn eine Ersatzfreiheitsstrafe von 110 Tagen.
Bereits am 14. November stellten Beamte im Rahmen eines bundesweiten Schwerpunkteinsatzes mehrere Verstöße gegen eine Allgemeinverfügung fest, die das Mitführen gefährlicher Gegenstände an bestimmten Bahnhöfen untersagt. Ein 41-jähriger Belgier trug ein Einhandmesser bei sich, ein 39-jähriger Deutscher ein CS-Gas-Spray – beides wurde sichergestellt. Den Betroffenen wurde ein Zwangsgeld angedroht: Bei erneutem Verstoß drohen 200 Euro Strafe. Die verstärkten Kontrollen dauern bis zum 16. November an und richten sich insbesondere an Bahnhöfe, die zuletzt durch Gewaltdelikte aufgefallen waren.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |