Freies Werkstatt Theater startet mit Bezügen zum Zeitgeschehen
Die Essenz des Jetzt

Theaterleiter Gerhard Seidel (r.) und Dramaturg Guido Rademachers blicken auf eine gegenwartsbezogene Spielzeit. | Foto: ha 
  • Theaterleiter Gerhard Seidel (r.) und Dramaturg Guido Rademachers blicken auf eine gegenwartsbezogene Spielzeit.
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Innenstadt - (ha). Keine wehmütigen Marathonläufe durch die Vergangenheit,
kein zielloses Wildern in der Zukunft: Das Freie Werkstatt Theater
(FWT) startet mit konkreten landes-, umwelt- sowie außenpolitischen
Bezügen zur Gegenwart unter dem Slogan „Und jetzt?“ in die
aktuelle Spielzeit.

Aufgrund von Umbauten erfolgt der Auftakt in die Saison verspätet,
aber nicht minder intensiv. „Wir wollen absolut aktuelle Themen
aufgreifen und den Spielplan nicht mit Klassikern bestücken“,
erklärte Dramaturg und Regisseur Guido Rademachers. Demnach
fokussieren die kommenden Stücke Themen wie Ökonomie, Identität
sowie Klimaveränderungen.

Die erste Aufführung im eigenen Haus stellt am 28. November Inka
Neuberts Adaption von Vavinia Braniştes Roman „Null Komma
Irgendwas“ dar, in dessen Mittelpunkt eine junge Frau im
„turbokapitalistischen Alltagsleben“ nach Lebensglück sucht.
„Revolt. She Said. Revolt Again“ von Alice Birch stürmt im Januar
als „feministisches Manifest“ angekündigtes Werk die Bühne des
FWT. Mit der Performance „(Un)Gerüstet zum Lebenskampf“ von
Sebastian Blasius wartet ein Gastspiel mit Elementen des Swingtanzes
und des Boxsports auf.

Kritisch bis vernichtend setzt sich die bisher noch nicht terminierte,
an William Shakespeare angelehnte, Produktion „Der Kaufmann von
Kosmopolis“ mit dem Unglück von persönlichem Reichtum auseinander.
Weiterhin im Repertoire des Hauses bleiben unter anderem die Stücke
„Der Nazi & Der Friseur“, „Für immer schön“, „Werther“
sowie die Produktionen des Altentheaters „Ein Lieben lang“ und
„Ausgetrickst – Nicht mit uns!“. 
Im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters präsentiert die Stätte
Anfang Januar „Die Antiken-Trilogie: Götter. Helden. Städte“ von
Subbotnik. Am 26. Januar folgt die Koproduktion „Hieronymus –
Über das, was anfängt, wenn es mit uns aufhört“. Infos gibt es
unter www.fwt-koeln.de

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