Parksituation entschärfen
Anwohner für Einführung eines Anwohnerparkens in Humboldt

Die IG Humboldt-Gremberg hatte zu einer Diskussionsveranstaltung in die Taunusstraße eingeladen. Rund 20 Anwohner folgten dem Aufruf.
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HUMBOLDT-GREMBERG - (kg). Auf Einladung der Interessengemeinschaft (IG)
Humboldt-Gremberg sind rund 20 Bewohner des Stadtteils vor der
„Taunusapotheke“ zusammengekommen, um über das Thema
Anwohnerparken zu diskutieren. IG-Vorsitzender Peter Peterlini und
Kassierer Karl-Heinz Thieme zeigten sich mit dem Verlauf des Treffens
insgesamt zufrieden. „Es hätten aber mehr Teilnehmer sein
dürfen“, schränkten sie ein.

Im Vorfeld hatten sich 230 Anwohner an einer Online-Umfrage der IG
beteiligt. 190 von ihnen erklärten, dass die Parkplatzsituation in
Humboldt durch das Anwohnerparken entschärft werden könne. 40
Teilnehmer hielten dagegen und meinten, dass das Anwohnerparken nichts
bringe und nur Kosten verursache.
Neben Anwohnern nahmen aus Politik und Verwaltung
Bezirksbürgermeister Marco Pagano sowie SPD-Parteikollege und
Bezirksvertreter Marcel Hagedorn an der Diskussionsveranstaltung teil.
Pagano hatte auf Bitten Peterlinis die Bezirksvertretung (BV) Kalk,
das Amt für Straßen und Verkehrstechnik sowie das Ordnungsamt
eingeladen.
Peterlini fasste zum Abschluss des Treffens zusammen, dass die
überwiegende Mehrheit für die Einführung eines Anwohnerparkens sei,
der Bereich genau abgestimmt werden müsse, eine
Parkraumbewirtschaftung mit Kalk gewünscht sei und zusätzliche
Stellflächen geschaffen werden sollten (unter anderem durch ein nahes
Parkhaus). Ebenfalls im Raum steht die Einführung der
„Brötchentaste“, die laut Hagedorn jedoch nur für bestimmte
Bereiche wie Geschäftsstraßen möglich sei.
Der Bezirksbürgermeister schlug vor, die Ergebnisse zu einem
Bürgerantrag zusammenzufassen, den die IG einreichen solle. Im
Vorfeld wolle Pagano das Gespräch mit der BV suchen, um
Meinungsbilder einzuholen. Ein möglicher Termin für den Einzug des
Bürgerantrags in die BV sei das kommende Frühjahr, erklärte der
Bezirksbürgermeister.
Hintergrund der Diskussion um das Anwohnerparken ist die verstärkte
Nutzung kostenloser Parkräume, seitdem die Parkraumbewirtschaftung in
Kalk-West eingeführt wurde. Zudem gibt es eine hohe zweistellige Zahl
von Flughafengästen, die im Umkreis der S-Bahn-Haltestelle
Trimbornstraße parkt. Kritisch werden zudem Ausbaupläne der
ICE-Strecke gesehen. Ein Anwohner meinte, dass deswegen in Zukunft
Stellflächen wegfallen würden, ohne dass vorher Ersatz geschaffen
werde.

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RAG - Redaktion

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