1. Handball-Bundesliga
Fünfter Sieg für den VfL Gummersbach
- Foto: VfL Gummersbach
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Gummersbach. Der starke Auftakt des VfL Gummersbach in der 1. Handball-Bundesliga geht weiter. Am
sechsten Spieltag sicherten sich die Oberbergischen gestern Abend den fünften Saisonsieg. Vor ausverkauftem Haus in der mit 4.132 Zuschauern gefüllten SCHWALBE arena besiegte das Team von Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson die Gäste des TVB Stuttgart mit 33:26 (14:13).
In einer engen Partie mit vielen Führungswechseln gewannen die Gummersbacher dank einer starken
Schlussviertelstunde am Ende deutlich. Auf dem Punktekonto des VfL sind nunmehr 10:2 Punkte verbucht.
In einer ausgeglichenen Anfangsphase taten sich die Gastgeber offensiv schwer. In der Defensive stand Dominik Kuzmanović zwischen den Pfosten des VfL und verbuchte in den ersten zehn Minuten drei wichtige Paraden. Dennoch legten zunächst die Stuttgarter vor, während die Gummersbacher nachzogen. Erst auf das 4:4 durch Miro Schluroff in Minute zehn folgten der Ballgewinn und die erste Führung für die Heimmannschaft durch den Treffer von Kay Smits (5:4, 11. Minute). Fortan traten die Oberbergischen sogleich entschlossener auf und erhöhten durch Tilen Kodrin, dessen Vertragsverlängerung bis 2028 vor dem Anpfiff bekannt gegeben wurde, auf zwei Tore Differenz (7:5, 14. Minute).
Zwei von Kuzmanović gehaltene Bälle ebneten in der 17. Minute gar den Weg zum Vier-
Tore-Vorsprung (9:5).
An den 4:0-Lauf der Gummersbacher schlossen sich allerdings drei Tore in Folge durch die Gäste aus Stuttgart (9:8, 21. Minute). Trotz doppelter Unterzahl reagierten nun wiederum die Gastgeber mit dem Treffer zum 10:8 durch Ole Pregler (22. Minute). Insgesamt fehlte es der Mannschaft von Sigurdsson allerdings an der letzten Zielstrebigkeit und Präzision im eigenen Abschluss, um die Partie konsequenter in die gewünschte Richtung zu lenken. So traf stattdessen der TVB in der 25. Minute zum 11:11-Ausgleich. Nur eine Minute später vereitelte Kuzmanović spektakulär einen Tempogegenstoß der Stuttgarter und damit deren Chance auf die erneute Führung. So erzielten auf der Gegenseite die Gastgeber in Person von Kristjan Horžen das 12:11 und bewahrten sich bis zum Halbzeitpfiff einen knappen Vorsprung mit einem Treffer (14:13, 30. Minute).
Im zweiten Durchgang waren zunächst die Gäste am Drücker und brachten die Hausherren in Minute 34 mit 15:16 ins Hintertreffen. Es erfolgte der zweimalige Ausgleich zum 16:16 (34. Minute) und 17:17 (36. Minute) – jeweils per Strafwurf – durch Miloš Vujović, ehe der eingewechselte Bertram Obling auf der anderen Seite in der 37. Minute aus sieben Metern gegen Kai Häfner parierte. Den Schwung der Szene nahmen seine Mannschaftskollegen auch mit in die folgenden Angriffe, die Kodrin und Smits zum 19:17 einnetzten (39. Minute).
Doch zum wiederholten Mal wechselten sich gute Phasen beider Teams ab.
Ein Drei-Tore-Lauf der Stuttgarter drehte das Spiel erneut (19:20, 43. Minute), ehe sich die Oberbergischen ebenfalls durch drei aufeinanderfolgende Treffer die Führung zurückeroberten (22:20, 45. Minute).
Die Gastgeber präsentierten sich nun deutlich selbstsicherer und ließen sich die Begegnung nicht erneut aus der Hand nehmen. Zwischen der 47. und der 51. Minute setzte sich der VfL mit 26:22 ab und schaffte es diesmal den Vier-Tore-Vorsprung in den Folgeminuten zu bestätigen. Unterstützt durch den erneut starken Auftritt von Keeper Obling folgte auf das 29:25 durch Smits (54. Minute) ein weiterer Lauf in der Offensive.
Mit dem vierten Gummersbacher Tor in Serie erhöhte Smits den Abstand in der 59. Minute auf
sieben Treffer (32:25). Auf das letzte Gegentor (32:26, 59. Minute) folgte mit dem Abpfiff
ein Strafwurf der Hausherren, den Smits zum 33:26-Endstand einnetzte.
Bevor es in der DAIKIN HBL weitergeht, steht für den VfL Gummersbach am kommenden
Mittwoch, den 1. Oktober, der Einstieg in den DHB-Pokalwettbewerb an. Um 19 Uhr
gastieren die Oberbergischen dann in der 2. Runde beim TV 05/07 Hüttenberg.
Trainerstimmen:
Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach): Ich bin sehr zufrieden, dass wir hier
gewonnen haben. Auch wenn der Sieg am Ende vielleicht etwas zu hoch ausgefallen ist,
nehmen wir das gerne mit. Wir haben super angefangen, Kuzma war stark, die Abwehr war
stark, aber wir haben uns gegen die 6:0-Abwehr von Stuttgart sehr schwergetan. Sie haben
sehr gut gedeckt und waren vorne geduldig. So war es ein enges Spiel, in dem wir
insgesamt wenige Fehler gemacht haben und eine hohe Wurfquote hatten. Beim Stand von
19:20 hatten wir einen 7:2-Lauf. In der Zeit sind wir gut ins Tempo gekommen, das hat uns
vieles vereinfacht. Durch die Hereinnahme von Tom Kiesler und die wichtigen Bälle, die
Bertram gehalten hat, konnten wir uns Stück für Stück absetzen. Stuttgart war im Angriff
und in der Abwehr sehr diszipliniert und deshalb bin ich froh, dass wir so eine Leistung
abliefern konnten und die beiden Punkte hierbleiben.
Misha Kaufmann (TVB Stuttgart): Glückwunsch an Goggi und Gummersbach. Was mich
schmerzt ist das Ergebnis. Wenn ich sehe, dass wir mit sieben Toren verlieren, frage ich
mich, wie das zustande gekommen ist. Wir haben über 45 Minuten ein sehr gutes Spiel
gezeigt, aber dann fallen uns alle Innenblockspieler aus. Das mussten wir kompensieren,
aber wir haben den Faden verloren, was sehr ärgerlich ist, weil wir uns dadurch für unseren
guten Auftritt nicht belohnt haben. Am Ende haben wir uns gehen lassen und die einfachen
Würfe wie Siebenmeter und Durchbrüche nicht getroffen. Das Torhüterduell ging an
Gummersbach und wir haben uns einfach schwergetan.
Redakteur/in:Beate Pack aus Oberberg |