Kita Schnellenbach
Den Wald erleben,den Wald schützen

Revierförsterin Andrea Rösch mit Andrea Könen (M.), Leitung der Johanniter-Kita Schnellenbach, und Melek Yildiz mit Kindern der Waldgruppe im Tipi-Bereich.
  • Revierförsterin Andrea Rösch mit Andrea Könen (M.), Leitung der Johanniter-Kita Schnellenbach, und Melek Yildiz mit Kindern der Waldgruppe im Tipi-Bereich.
  • Foto: JUH e.V.

Engelskirchen. Drei Waldkitas und fünf Waldkitagruppen sind Bestandteil der pädagogischen Gesamtkonzeption im Johanniter-Regionalverband.Klar, dass dann auch die stetige Einbindung derjenigen gefragt ist, deren Berufsbild den Wald in den Mittelpunkt stellt: die Förster. Und die waren voll in ihrem Element, als sie den Kindern und Erzieherinnen der Waldgruppe an der Johanniter-Kita Schnellenbach die Natur näher brachten.

Ein Teil des Waldes hatte abgeholzt werden müssen, so dass die Kinder auf einem der lichten Waldstücke unmittelbar und einprägsam die Folgen des Klimawandels erleben. „Die Erderwärmung ist hier im Waldgebiet in den letzten Jahren überall sichtbar geworden,“ so Kay Boenig, Leiter des Regionalforstamtes Bergisches Land. „Aber die Kinder verstehen das. Bestimmt helfen sie auch deswegen so tatkräftig dabei mit, anpassungsfähi
gere Bäume zu pflanzen. Zuletzt haben wir mit ihnen vor allem Setzlinge von Eichen angepflanzt. Was viele nicht wissen: Die Eiche ist ein Baum, der die Trockenheit gut aushält und weniger Wasser als andere Baumarten benötigt.“

Highlight für die Kids: ein Weidentipi. Die Kleinen haben mit Hilfe von Revierförsterin Andrea Rösch Setzlinge gepflanzt - die allerdings noch ein wenig Zeit brauchen, bis sie zu Weidenbäumen geworden sind, die zum Tipi geformt werden können.

„In der Mitte ist unser Experimentiertisch“, so Melek Yildiz, Erzieherin der Johanniter-Kita Schnellenbach. „Hier untersuchen unsere Kinder mit einer Lupe alles, was der Wald zu bieten hat - Würmer, Insekten, Blätter, Same. Der Raum des Tipis wird auch von den Kindern sauber gemacht.“

Andrea Könen, Leiterin der Kita, weiß um die Wichtigkeit ihrer Waldgruppe gerade in Zeiten, in denen die Forstgebiete der Region hektarweise den Motorsägen zum Opfer fallen: „Der Wald ist natürlich nicht nur ein Sozialraum, ein Ort zum Lernen und Spielen. Der Wald prägt die Kinder. Sie erleben nicht nur den Wald, sie lernen, wie schützenswert alles Leben um sie herum ist. Wie schützenswert und eben auch fragil.“

Redakteur:

RAG - Redaktion

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