Club-Retter für Ehrenfeld
Stadt will Clubs vor Verdrängung schützen
- Bühne der Kulturen.
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Für Köln ist das eine wichtige Weichenstellung: Die Stadt will verhindern, dass Ehrenfelds Clubs weiter unter Druck geraten. Mit einer Änderung des Flächennutzungsplans soll die kulturelle Vielfalt des Viertels langfristig gesichert werden.
In Ehrenfeld greift die Stadt jetzt planungsrechtlich ein: Die Clubkultur im Viertel soll gesichert und die kulturelle Vielfalt langfristig erhalten werden. Dafür leitet Köln die Änderung des Flächennutzungsplans für ein rund 16 Hektar großes Gebiet ein. Gemeint ist der Bereich zwischen Subbelrather Straße und der Bahntrasse im Norden, Ehrenfeldgürtel und Grünem Weg im Osten, Bahntrasse und Lichtstraße im Süden sowie Schönsteinstraße und Oskar-Jäger-Straße im Westen. Bislang stellt der Flächennutzungsplan im nördlichen Bereich des Änderungsgebiets Wohnbaufläche und Grünfläche dar, im südwestlichen Bereich sind Gewerbe- und Industriefläche ausgewiesen. Im nördlichen Teilbereich sind außerdem Post, Kindertageseinrichtung, Jugendeinrichtung und Grünfläche verzeichnet.
Im Mittelpunkt der neuen Planung steht der Schutz der bestehenden Clubs vor weiteren Verdrängungsmechanismen. Deshalb sollen die Bereiche der bestehenden Clubs künftig als Mischfläche ausgewiesen werden. Für das Thyssen-Gelände an der Oskar-Jäger-Straße ist dagegen ein Gewerbegebiet vorgesehen, weil die Planung dort bereits weiter fortgeschritten ist. Um das Vorhaben umzusetzen, sind planungsrechtliche Schritte auf zwei Ebenen nötig: Parallel zur Änderung des Flächennutzungsplans soll auch ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Die angestrebte Neuordnung soll die Mischung des Areals mit kulturellen und gastronomischen Nutzungen stärken und so zur charakteristischen Vielfalt Ehrenfelds beitragen. Nutzungen, die mit dem bestehenden Clubbetrieb nicht vereinbar wären, sind ausdrücklich nicht vorgesehen.
Wer sich das Planungskonzept ansehen oder Stellung beziehen will, hat dafür vom Mittwoch, 18. März 2026, bis Freitag, 10. April 2026, Zeit. Einsehbar ist das städtebauliche Planungskonzept auf der Plattform „Bauleitplanung Online“. Zusätzlich liegt es im Bezirksrathaus Ehrenfeld an der Venloer Straße 419-421 zu den dortigen Öffnungszeiten aus. Auch im Stadtplanungsamt im Stadthaus, Außenstelle Ladenlokal 5, am Willy-Brandt-Platz 2 in Köln-Deutz hängt das Konzept aus; dort sind die Aushänge von außen einsehbar. Inhaltliche Auskünfte gibt das Stadtplanungsamt telefonisch unter 0221/221 23733 oder per E-Mail. Stellungnahmen können bis einschließlich Freitag, 10. April 2026, eingereicht werden, bevorzugt digital über „Bauleitplanung Online“, aber auch schriftlich an Bezirksbürgermeister Volker Spelthann im Bezirksrathaus Ehrenfeld oder per E-Mail.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |