Eine Stätte für professionelle Künstler
Ehepaar ließ „Atelierhaus Merkenich“ bauen

Friederike Vahlbruch und Volker Heck haben sich ihren Traum vom eigenen Atelierhaus erfüllt.
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MERKENICH - (ha). Am 1. Dezember werden die ersten Künstler in das „Atelierhaus
Merkenich“ einziehen. Der Neubau im örtlichen Gewerbegebiet soll
zukünftig bis zu zehn Personen als kreative Arbeitsstätte dienen.
Die Hälfte der Räumlichkeiten in einer Größe von 42 bis 70
Quadratmeter sind bereits vermietet. Auch die restlichen Ateliers
sollen zeitnah vergeben werden: „Da machen wir uns keine Sorgen. Die
Kalt-Mieten sind mit 232,00 Euro für die kleineren Räume recht
günstig und der Markt für Ateliers in der Großstadt ist doch recht
begrenzt“, zeigt sich Mitinhaberin Friederike Vahlbruch
optimistisch.
Zusammen mit ihrem Ehemann Volker Heck realisierte die Malerin im
letzten Jahr den Erwerb eines städtischen Grundstücks mit einer
Gesamtfläche von 1.450 Quadratmetern. Nach zahlreichen
Atelierkündigungen hatte sich die Wahlkölnerin dazu entschieden, ihr
eigenes Kunsthaus zu errichten. Im Merkenicher Gewerbegebiet wurde das
Paar schließlich fündig und investierte mittels der Aufbringung von
Eigenkapital und einer Kreditaufnahme in einen Neubau. Ihre
Bemühungen um Fördergelder stellte das Ehepaar bald ein, da mit der
Antragsbewilligung Einflussnahmen auf das Konzept verbunden gewesen
wären. „Da wollten wir uns in keinem Fall reinreden lassen. Wir
konnten außerdem viel Geld sparen, weil wir auf einen Architekten
verzichtet haben und die Ausführungen dem Bauunternehmer
überließen“, so Vahlbruch, die selbst in eines der
lichtfreundlichen Ateliers mit sechs Meter hohen Decken einziehen
wird. Mit einem Tag der offenen Tür im kommenden Januar sollen sich
neben den Anwohnern auch potenzielle Nachahmer vom Konzept des
Ehepaares überzeugen: „Bei den zurzeit niedrigen Zinsen liegt es
quasi auf der Hand, die Initiative für eine Errichtung von
Kunststätten selbst in die Hand zu nehmen. Wir würden uns freuen,
wenn unsere Idee von anderen Kunstbegeisterten aufgegriffen wird und
stehen mit unseren Erfahrungen gerne für einen kommunikativen
Austausch zur Verfügung“, sagt Ingenieur Volker Heck.
Auch bei den Nachbarn ist das Projekt bereits auf Interesse gestoßen:
„Wir hatten in den letzten Wochen regelmäßig Besucher, die sich
über den Hintergrund für den Bau informierten. Sowohl die
Stadtteilbewohner als auch die Unternehmer aus dem Gebiet zeigten sich
erfreut über unser Anliegen, die Kunst zu fördern“, berichtet
Vahlbruch. Die Absolventin der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf
sieht den Arbeitsort als Heimat für Profis: „Hobbyisten vertragen
sich leider nicht mit unserem Konzept. Wir erwarten von den Mietern
eine ernsthafte Ausstellungstätigkeit“, sagt die 52-Jährige. Des
Weiteren ausgeschlossen sind Bildhauer, die mit schwerem, lautem
Gerät arbeiten, da dies ein konzentriertes Schaffen erschwere, so die
gebürtige Schweizerin. Infos über die Stätte finden sich unter
www.atelierhaus-merkenich.koeln

 

Friederike Vahlbruch und Volker Heck haben sich ihren Traum vom eigenen Atelierhaus erfüllt.
Bis zu zehn Künstler sollen zukünftig im Neubau am Unteren Herbstweg 22 arbeiten.
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