Krippenausstellung der Heimatfreunde
Pfau und Löwe in der Krippe

Krippen in allen Variationen waren auch bei der 24. Krippenausstellung der Heimatfreunde zu sehen.
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Bornheim-Roisdorf - Ein Pfau und ein Löwe in der Weihnachtskrippe? Das Jesuskind in
der Krippe liegend mit einer Decke aus kleinen Spiegelchen? Krippen
gibt es in den unterschiedlichsten Variationen. Davon können sich
Jahr für Jahr die Besucher der Krippenausstellung der Heimatfreunde
Roisdorf überzeugen.

Krippen faszinieren ihn seit vielen Jahren. Wilfried Schwarz ist nicht
nur der Leiter der Katholischen Bücherei St. Sebastian in Roisdorf,
für die Heimatfreunde organisiert er seit einigen Jahren auch die
Krippenausstellung, die mittlerweile zum 24. Mal im katholischen
Pfarrheim St. Clara wieder viele Besucher in Staunen versetzte. Rund
60 Modelle und damit so viele wie nie zuvor verteilt auf eine
Stellfläche von etwa 30 Metern gab es zu sehen. Das Motto in lautete
diesmal: „Glauben verbindet – von der heimatlichen Hauskrippe bis
zu afrikanischen Krippendarstellungen“.
Jede Menge weiß Wilfried Schwarz über die ausgestellten Krippen zu
erzählen. Er alleine könnte die Schau bestücken, etwa 70 Krippen
besitzt er selber, nicht alle sind ausladend: „Manche haben gerade
einmal die Größe eines Bierdeckels“, erklärt der Krippenexperte,
der vor einigen Monaten noch den Weltkrippenkongress in Bergamo
besuchte. Krippen sind auch willkommene Geschenke. So schenkte Schwarz
etwa der stellvertretenden Büchereileiterin Isabelle Mandrella zur
Hochzeit ein besonders ausgefallenes Exemplar: Die „Kleidung“ der
gegossenen Figuren sind mit kleinen Spiegelchen verziert, ebenso die
Decke unter der das Jesuskind liegt: „Das passt zu einer jungen,
modernen Frau“, war sich Schwarz sicher.
Die älteste Krippe der Ausstellung stammt mutmaßlich aus dem 19.
Jahrhundert. Präsentiert wird sie von  Brigitte Bauch, die ihre
Figuren aus Gips noch nie zuvor komplett aufgebaut hat. Und der
Betrachter ist irritiert: Esel und Ochse, das kennt man ja, aber Pfau
und Löwe? Das hat durchaus seine Berechtigung, erläutert Wilfried
Schwarz: „Pfauenfleisch gilt als unverweslich und daher ist der Pfau
im christlichen Glaube als Symbol für das ewige Leben bekannt.“ Und
der Löwe, normalerweise reißerisch und grausam, stehe in der
christlichen Symbolik ebenfalls für die Auferstehung.
Die meisten der ausgestellten Krippen kommen aus dem Besitz von
Privatleuten, meistens von Roisdorfern. Aber auch Hersels
Ortsvorsteher Franz Josef Faßbender zeigte seine neuste Krippe: Ein
Souvenir aus einem der letzten Urlaube, erstanden bei einem Schloss in
Magdeburg, das zur Familie Bismarck gehört. Die Größe der Figuren
faszinierten ihn, aber auch der günstige Preis, wie er mit einem
Augenzwinkern zugab.
Die jüngsten Aussteller waren übrigens die U3-Kinder der
Nepomukgruppe des Roisdorfer Kindergartens „Lummerland“. Bunt und
farbenfroh kamen ihre selbstgebastelten Tiere und Menschenfiguren
daher aus Wolle, Papier und Filz.
Doch auch Darstellungen von Jesu Geburt aus afrikanischen Ländern
waren zu sehen, wie es im Ausstellungsmotto anklang, etwa eine moderne
Bronzekrippe aus Burkina Fasa oder eine kleine Holzkrippe aus
Madagaskar. Einige hatte Schwarz über die Landesgemeinschaft der
Krippenfreunde Rheinland und Westfalen angefragt, andere bestellte er
über einen französischen Internethändler und wieder andere kamen
aus Privatbesitz.

Im kommenden Jahr öffnet die Krippenausstellung der Heimatfreunde zum
25. Mal ihre Pforten. Hierfür hat Wilfried Schwarz schon eine ganz
besondere Idee. Er möchte Ganzjahreskrippen zeigen. Von der
Weihnachtsgeschichte über die Taufe Jesu im Jordan, einen
alttestamentarischen Prophetengarten, über die Hochzeit zu Kanaa bis
hin zum letzten Abendmahl. Dafür sucht er noch Leute, die den
Heimatfreunden entsprechende Krippen zur Verfügung stellen.

Infos kompakt
Wilfried Schwarz
Tel.: 0 22 22/619 17
E-Mail: info@kolping-roisdorf.de

- Frank Engel-Strebel

Redakteur:

RAG - Redaktion

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