Kirchenfusion
Gemeinsam neue Wege gehen

Die Evangelische am Herrenwingert in Alfter. | Foto: fes
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  • Die Evangelische am Herrenwingert in Alfter.
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Alfter/Bornheim (fes). Der Fusionsprozess ist abgeschlossen: Zum 1. Januar ist auf dem Gebiet der Kommunen Alfter und Bornheim die neue Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde an Rhein und Vorgebirge entstanden. Gefeiert wird dieser Zusammenschluss mit einem großen Emmaus-Fest am 18. Januar in der Dreieinigkeitskirche in Hersel. Dies teilte Pfarrer Steffen Sorgatz von der Evangelischen Kirchengemeinde Hersel in einem Schreiben dem Schaufenster mit.

Die drei bisherigen evangelischen Kirchengemeinden Hersel, Vorgebirge und „Am Kottenforst“ (Bezirk West) fusionierten zum Jahreswechsel miteinander. Wie Sorgatz erklärte, bilden die drei Landgemeinden zusammen rund ein Viertel aller Gemeindemitglieder auf mehr als zwei Dritteln der Fläche des Evangelischen Kirchenkreises Bonn.

Der Start der neuen Gemeinde wird am 18. Januar mit einem großen Emmaus-Fest gefeiert, das um 10 Uhr mit einem Gottesdienst und einem Kindergottesdienst in der Dreieinigkeitskirche, Mertensgasse 17a, in Hersel beginnt. In diesem Rahmen werden die Presbyterinnen und Presbyter der drei bisherigen Gemeinden feierlich aus ihrem Amt entlassen. Zugleich werden die Mitglieder des neuen Bevollmächtigtenausschusses durch Superintendent Dietmar Pistorius sowie Mitglieder des Kreissynodalvorstandes eingeführt. Außerdem wird die Gründungsurkunde der neuen Gemeinde überreicht.

Anschließend wird im benachbarten Gemeindezentrum weitergefeiert – mit einem gemeinsamen Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie Musik, Spielen, Ausstellungen und weiteren Aktionen. Die Feier endet gegen 15 Uhr mit einem offenen gemeinsamen Singen.

Der Tag steht unter dem Motto „Wir wachsen zusammen“. Im Gottesdienst wird eine Ostergeschichte aus dem Lukasevangelium erzählt, die der neuen Gemeinde ihren Namen gegeben hat. Die drei Begriffe Begegnung, Begleitung und Bestärkung beschreiben die zentralen Ziele der Emmaus-Gemeinde, die an sieben Standorten mit rund 10.500 Protestantinnen und Protestanten ins Gespräch kommen möchte.

Zur neuen Gemeinde gehören die Jesus-Christus-Kirche in Witterschlick, das Katharina-von-Bora-Haus in Oedekoven, die Kirche am Herrenwingert in Alfter, die Versöhnungskirche und die Alte Kirche in Bornheim, die Dreieinigkeitskirche in Hersel, die Markuskirche in Hemmerich sowie die Arche in Sechtem. Nicht Teil der neuen Gemeinde ist die ehemalige Martin-Luther-Kirche in Walberberg, die zum Kirchenkreis Brühl gehörte und bereits 2021 entwidmet wurde.

Die Fusion ist eine von vier Gemeindefusionen in Bonn und Bad Godesberg sowie Teil zahlreicher weiterer Zusammenschlüsse in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Notwendig wurden diese Schritte, da die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer bis zum Jahr 2030 von derzeit rund 1.800 auf etwa 800 zurückgehen wird. Gleichzeitig sinken die Gemeindegliederzahlen und damit auch die finanziellen Mittel.„Die vermehrte Zusammenarbeit auf immer größer werdenden Gebieten ist notwendig und birgt sowohl Risiken als auch Chancen. So können Gemeinden gegenseitig von einzelnen Schwerpunkten profitieren, müssen aber gleichzeitig darauf achten, den Kontakt zu den Menschen vor Ort nicht zu verlieren“, heißt es in dem Schreiben von Sorgatz. Das Emmaus-Fest in Hersel solle daher „ganz im Sinne der biblischen Ostererzählung“ Begegnungen ermöglichen, Begleitung anbieten und Menschen für ihren Glauben und ihr Leben bestärken.

Die Evangelische am Herrenwingert in Alfter. | Foto: fes
Die evangelische Markus-Kirche in Hemmerich.  | Foto: fes
Die evangelische Dreieinigkeitskirche in Hersel. | Foto: fes
Redakteur/in:

Frank Engel-Strebel aus Bornheim

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