Naturschutzzentrum
Ein Ort des Lernens und des Entdeckens

Achim Baumgartner (2. von rechts) freute sich gemeinsam mit Vertretern des BUND und der Stadt über die Förderurkunde, die ihm Karl Heinz Erdmann (6. von rechts) überreicht hatte. | Foto: fes
  • Achim Baumgartner (2. von rechts) freute sich gemeinsam mit Vertretern des BUND und der Stadt über die Förderurkunde, die ihm Karl Heinz Erdmann (6. von rechts) überreicht hatte.
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Bornheim-Hersel (fes). Die Volieren stehen bereits, doch noch sind die ersten gefiederten Bewohner nicht eingezogen, das soll sich aber diesen Sommer ändern, sagte Achim Baumgartner, Leiter der Kreisgruppe Rhein-Sieg des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) vor Ort auf dem Gelände des neuen BUND-Naturschutzzentrums in Hersel. Am Mittelweg 80 wo der BUND-Landesverband ein ehemaliges Bürogebude der Kiesindustrie samt Grundstück für 475.000 Euro gekauft hat, um dort ein neues Naturschutzzentrum zu erreichten. Nach Hersel wird auch die Wildvogelhilfe Rheinland umziehen, die bislang noch im rechtsrheinischen Eitorf untergebracht ist. Dort reicht der Platz nicht mehr aus.

In den kommenden Monaten entsteht in Hersel laut Baumgartner zusätzlich ein „lebendiger Umweltbildungsgarten“. Dafür gab es nun Fördermittel in Höhe von 19.500 Euro von der NRW-Stiftung überreicht von Stiftungsvorstand Professor Karl-Heinz Erdmann. Mit dem Geld werden Materialien für den Naturgarten und die Erdarbeiten finanziert. Bereits im Juli soll es losgehen.

In dem Garten werden Hochbeete mit Gemüsepflanzen, Wasserbecken, heimische Pflanzen, Beete mit Tomaten und Stangenbohnen und Beerensträuchern angelegt. Zur Erholung gibt es Ruhebänke. Baumgartner spricht von einem „Ort des Lernens, der Begegnung und des Entdeckens.“ Es gehe vor allem darum, Kinder und Jugendliche mit der Natur in Verbindung zu bringen, ökologische Zusammenhänge sichtbar und erlebbar zu machen. Schulklassen und Kitas sollen angesprochen werden: „Wir möchten zeigen, wie vielfältig, aber auch wie empfindlich unsere Natur ist.“ Erdmann lobte das Angebot des BUND, hier werde verantwortungsvoll und vorausschauend geplant und Kindern ein attraktives Angebot unterbreitet mitzumachen.

Herzstück des Geländes wird aber die neue Wildvogelstation sein, die bislang in Eitorf beheimatet und von Angelika Bornstein 2007 gegründet worden ist. Seit 2012 befindet sich die Wildvogelhilfe in Trägerschaft des BUND. Der Platz in Eitorf reicht längst nicht mehr aus: Kümmerten sich die Tierfreunde anfangs jährlich um knapp 300 Vögel, sind dies mittlerweile bis zu 1.200 pro Jahr.

In Eitorf verfügt die Wildvogelhilfe über gerade einmal 3.000 Quadratmeter, in Hersel stehen ihnen ein Haus mit 450 Quadratmetern sowie ein Außengelände mit gut 4.000 Quadratmetern zur Verfügung. Auch die Umgebung mit einem großen Baumbestand ist ideal: Von dort aus lassen sich die Vögel unmittelbar vom Gelände aus auswildern.

Im vergangenen Jahr gab es erstmals die Gelegenheit das Gebäude zu besichtigen. Gleichzeitig konnten die Gäste auch einige von den Tierfreunden aufgepäppelte Mauersegler in die Natur entlassen. Mit dabei war damals bereits Bornheims Vize-Bürgermeisterin Gabriele Kretschmer, die auch bei Übergarde der Förderurkunde der NRW-Stiftung wieder für die Stadt vorbeischaute und sich beeindruckt zeigte von dem Engagement der Tierschützer. Nicola Quarz vom BUND-Landesvorstand freute sich, dass neben der Wildvogelauffangstation nun auch dieser Bildungsgarten dort entsteht. Mit dabei waren auch die Ortsvorsteher von Hersel, Toni Breuer, und Uedorf, Bernd Marx. „In unserem Heimatort Hersel ist das neue Angebot längst ein Gesprächsthema. Wenn Sie Hilfe benötigen, melden Sie sich bei uns, dann sind wir mit unseren Vereinen und freiwilligen Helfern gerne für Sie da.“ Bernd Marx ergänzte: „Bornheim kann stolz darauf sein, dass wir als einzige Kommune im Linksrheinischen solch ein Naturschutzzentrum haben.“

Redakteur/in:

Frank Engel-Strebel aus Bornheim

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