Stadthausgelände
Wettbewerb für
das Stadthaus-Areal
- Einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Stadthaus-Gelände hat der Rat der Stadt beschlossen.
- Foto: mt
Bonn (red). Der Rat der Bundesstadt Bonn hat am 4. September die Auslobung eines Realisierungswettbewerbs mit vorgeschaltetem Planungswettbewerb zur Neugestaltung des Stadthaus-Areals beschlossen. Ziel ist die Entwicklung eines modernen, klimafreundlichen Verwaltungsstandorts mit ergänzenden Nutzungen wie Wohnen, Kita, Tagespflege, Gastronomie und Kultur.
Nach dem Auszug der Stadtverwaltung im Jahr 2027 soll das Stadthaus aus den 1970er-Jahren teilweise saniert, zurückgebaut und durch Neubauten ergänzt werden. Die neue Architektur soll zeitgemäße Arbeitswelten ermöglichen und zugleich die Aufenthaltsqualität im Zentrum Bonns steigern. Das Areal am Berliner Platz zwischen Innenstadt und Nordstadt bietet die Chance, beide Stadtteile räumlich und funktional stärker zu verbinden.
An dem Realisierungswettbewerb sollen 18 interdisziplinäre Planungsteams teilnehmen, darunter acht gesetzte Büros mit Bonner Beteiligung und zehn weitere über ein EU-weites Auswahlverfahren. Die Preisgerichtssitzung ist für Ende Mai 2026 geplant. Die Ergebnisse werden anschließend öffentlich präsentiert und bilden die Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung.
Besonderes Augenmerk liegt auf ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten: klimafreundliche Bauweise, zirkuläre Nutzung, gender- und generationensensible Planung sowie barrierefreie Wege, Fahrradinfrastruktur, Sharing-Angebote und eine Quartiersgarage für Anwohner außerhalb der Verwaltungszeiten. Geplant sind Verwaltungsflächen für rund 2.000 Beschäftigte, eine Kindertagesstätte mit mindestens vier Gruppen, Wohnen, kulturelle und quartiersorientierte Nutzungen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |